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[ADoR] Kapitel 1 - There are no Witches, Sir. - Druckversion

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RE: [ADoR] Kapitel 1 - There are no Witches, Sir. - Ganemi - 22.06.2010

Chris schreckte aus seinem ereignisreichen Traum hoch und richtete sich halb auf, indem er sich mit den Armen von Gabrievs Bauch abstützte. Verschlafen schmatzend schaute er blinzelnd in die Runde. Elias nahm er nicht zur Kenntnis, denn er war noch zu stark daran interessiert, seinen Kakao zeitig zu bekommen. Gähnend rieb er sich mit einer Hand den Schlaf aus den Augen, was dazu führte, dass er sein volles Gewicht auf seinen Arm stützte, welcher immer noch auf Gabrievs Bauch ruhte. Um den Schmerzpegel noch zusätzlich zu erhöhen (natürlich vollkommen unbewusst), stemmte sich der Blonde von seiner ‚Unterlage’ ab und half sich somit vollständig auf die Beine.


RE: [ADoR] Kapitel 1 - There are no Witches, Sir. - SunnyValentine - 22.06.2010

Kopfschüttelnd blieb Cersia weiterhin an der Wand gelehnt, ohne irgendwelche Andeutungen zu machen, sich von der Stelle zu rühren. Dieser Kindergarten, der hier stattfand, nervte bereits jetzt und wahrscheinlich hatte er gerade erst begonnen, das Saufgelage am Vorabend war nur die Vorspeise und diese Aktion gerade war bestimmt noch nicht das Hauptgericht.
Einen Dämonenprinzen fesseln und mitnehmen, klar. Genausogut konnten sie versuchen, Luft mit einem Netz zu fangen, das Wort "Dämon" steckte nicht ohne Grund in der Bezeichnung, die Elias zuteil wurde. Eher war sie sich ziemlich sicher, dass er irgendwie Kontakt mit seinen "Kumpels", ob telepathisch oder sonstwie, hatte und sie so die Gruppe jederzeit in eine Falle locken konnten, na das konnte ja spaßig werden.
Allerdings behielt sie ihre Gedankengänge für sich, schließlich waren dies alles nur Mutmaßungen ohne Tatsachen, auf denen sie basieren konnten. Und wenn sich das alles als falsch rausstellte war sie die gelackmeierte und der rothaarige Idiot würde dies sicher ausnutzen, um Späße auf ihre Kosten zu treiben. Ob sie nochmal die Beherrschnung behalten würde wie gestern war mehr als fraglich.
Anstatt mit anzupacken beobachtete sie nachdenklich die anderen.

Erste Lebenszeichen, abgesehen von aus dem Mund laufendem Sabber und leisen Schnarchgeräuschen, regten sich nun bei dem blondhaarigem Schwertkämpfer. Sein Kopf wandte sich auf die andere Seite, sehr zum Leidwesen seiner kleinen Gefährtin, die noch immer an seinem Ohr hing. Durch den Schwung verlor sie den Halt und wurde einige Zentimeter weggeschleudert, bevor sie sich wieder fangen konnte. Zeternd drehte sich die Fee in der Luft um und hob drohend den winzigen Arm, glockenhelle, aber eindeutig zornige worte drangen aus ihrem Mund, als sie Gabriev in irgend einer unverständlichen Sprache beschimpfte.
Dieser zwinkerte schließlich verschlafen mit den Augen, begleitet von einem lauten, ausgiebigen Gähnen, gefolgt von einem langgezogenem Strecken.
"Hm, schon morgen?", murmelte er verschlafen, noch immer am Boden liegend.


RE: [ADoR] Kapitel 1 - There are no Witches, Sir. - Phoenix - 24.06.2010

Entgeistert sah der Teenager Iduna hinterher. Sie hatte allen Ernstes vor, diesen Dämonenprinz mitzuschleppen. Die Vernunft schien wohl in dieser Gruppe kein besonderes Gut zu sein, das man mit stolz präsentierte.
„Unfassbar!“, zischte er nur leise und sammelte seine sieben Sachen grummelnd ein. Diese Tatsache wollte ihm nicht gefallen. Es war viel zu gefährlich. Die Dämonen würden wohl alles tun, um ihren Prinz aus dieser Gefangenschaft herauszuholen, da waren sie nur ein allzu leichtes Opfer.
Schließlich hatte Ryan die Grummelei in seinen imaginären Bart beendet und sich bereit gemacht für den Aufbruch, als sich plötzlich eine Hand von hinten sanft auf seine Schulter legte.
„Sie sind Soldaten, sie werden wissen, was zu tun ist“, lächelte ihn seine Freundin, Jennifer, plötzlich beruhigend an und gab ihm einen Wangenkuss. Im nächsten Moment hatte sie seine Hand genommen und ihn hinter sich hergezogen, in Richtung Treppe.

Daniel hatte den Konflikt stumm beobachtet. Seine Meinung über diese Geisel war nicht schlüssig. Sicher, mit ihr würde die Gruppe wohl viel schneller an ihr Ziel gelangen, doch war es wirklich so klug, mit dem Prinzen als Geisel in das Nest zu stürmen?
Wortlos richtete er sich auf und fuhr sich mit einer Hand durch sein Haar. Er konnte nicht viel gegen die Entscheidung machen und eine weitere Debatte würde sich nicht positiv auf die Stimmung innerhalb der Gruppe auswirken, also war das Hinnehmen wohl das Beste.
Mit dem Gewehr in seiner anderen Hand begab sich nun auch der zweifache Vater zur Treppe.

„Herrje, herrje.“
Sich am Kopf kratzend richtete sich Reno auf, der stumm zugehört und die Entscheidung hingenommen hatte. Grund dafür war wohl sein langer Schlaf, der erst in der Mitte der Diskussion sein Ende gefunden hatte. Er hatte nichts an Idunas Befehl auszusetzen, ein morgendlicher Spaziergang war im Moment das Beste für seine müden Knochen.
„Ich hoffe, es gibt auch Kaffee zum Frühstück“, gähnte er leise und streckte sich ausgiebig. Seine Beine führten ihn automatisch zum Treppenhaus.

Im ersten Moment war das Mädchen sichtlich erschrocken von dem plötzlichen Griff um ihre Hand und zuckte dementsprechend auch zusammen, doch schon in der nächsten Sekunde strahlte ein Lächeln auf Lisas Gesicht. Ein kurzer Blick reichte ihr, um zu sehen, dass es dem Virus gut ging, was sie wiederrum erfreute.
„Verstanden!“, entgegnete sie entschlossen nickend dem Befehl der Soldatin und ging bereits auf die Treppe zu, ohne dabei Regis‘ Hand loszulassen.

Ruhig lächelnd setzte sich Elias in Bewegung und lauschte den Worten Äs. Er schien sie zum ersten Mal richtig wahrgenommen zu haben, denn er nickte, nachdem Ä geendet hatte. Sein Mund öffnete sich, und, anders als bei Ä, drangen auch Worte aus diesem. Seine Stimme klang hell und warm, während er dem Dämon vor sich ruhig in der Dämonensprache antwortete. Für die restlichen Soldaten, Alisha außen vor gelassen, klangen seine Worte wie eine uralte, antike Sprache, die natürlich nicht zu verstehen war. Für Ä dagegen enthielten die Worte des Prinzen Antworten, die sich einmal als „In Ordnung“ auf ihren kalten Befehl und einmal als „Ich habe nicht vor, euch Schaden zuzufügen, falls du darauf hinaus willst“ auf ihre vorherige Frage äußerten.

„Die Wachschicht ist ab jetzt unnötig, wir brechen auf“, gab Iduna von sich, als sich an Isis vorbei aus dem Gebäude lief und auf die nächstbeste Erhöhung, in diesem Fall eine Mülltonne vor dem Gebäude, hüpfte. Ihre Laune schien sich nicht gebessert zu haben, doch zwang sie sich zumindest zu einer neutralen, ruhigen Miene.


RE: [ADoR] Kapitel 1 - There are no Witches, Sir. - Black-Cat - 08.07.2010

Regis ging weiterhin ausdruckslos neben Lisa her, nein, ein schwaches, schiefes Lächeln hatte sich aus ihren Lippen gebildet.
Gut. gab sie dem Mädchen nur als monotone Antwort und foglte mit ihr zusammen Iduna.
Innerlich aktivierte sie eingie Mechanismen zur Vorsicht.
-- Activate Full Security --
-- Full Security Activating --
...
-- Radar: On --
-- Noise: On --
-- AntiHack: On --
-- WeaponShield: On --
...
-- Full Security Activated --

Als Regis mit Lisa neben Iduna zum Stehen kam, wurde ihr Grinsen merklich breiter. Auf dem Weg und während der Aktivierung ihres Verteidigungsmechanismus hatte ihr rechtes Auge wie auch die große Lichtquelle an ihren rechten Arm leicht bläulich zu leuchten begonnen.
Du sagst, wir brechen auf. bemrkte sie kühl. Was ist unser nächstes Ziel? fragte sie den Persocom, zurückdenkend auf die holografische Karte der Stadt, die Iduna bereits einmal präsentiert hatte.

Das schwarzhäutige, mädchenartige Wesen erschien beruhigt durch diese Antwort, wusste jedoch insgeheim gut genug, dass der Dämonenprinz genausogut lügen hätte können, weshalb "sie" sicherlich nicht ihre Augen von ihm lassen würde.
Stumm wie sie war, nickte sie nur schwach und zog den Prinzen mit sich aus dem Haus - es schien sie nicht zu kümmern, ob er ein Prinz war oder sonst was, so viel erkannte man aus der Art, wie sie mit ihm umging.


RE: [ADoR] Kapitel 1 - There are no Witches, Sir. - Ganemi - 27.07.2010

Mühselig schaffte Chris es, sich von Gabrievs Oberkörper abzustemmen und sich vollständig aufzurichten. „Gnnn~…“ Verschlafen streckte sich der Junge auf eine übertrieben ausholende Art und Weise. Er machte ein ausladendes Hohlkreuz, wodurch sich hier und da einige knacksende Geräusche in der Wirbelsäule verursachten. In dieser unbequemen Position einer hochschwangeren Frau verweilte der Blonde für einige Sekunden. Aus reiner Routine richtete er sich mit der linken Hand seine dicke schwarze Brille, die er die ganze Nacht über mehr oder weniger auf der Nase gehabt hatte. Ein letztes Gähnen gehörte zum morgendlichen Ablauf, ehe der Soldat seinen Oberkörper aus seiner angespannten Haltung erst einmal in sich zusammensacken ließ.
Als erstes musste er die Lage checken! Beim Aufwachen hatte er eine allgemeine Aufbruchsstimmung verspüren können, auch wenn er immer noch mit seinem Kakao-Traum beschäftigt gewesen war. Jetzt waren die Leute…
Chris blinzelte. Der Raum, in dem er sich nun befand, wirkte auf einmal so riesig, sobald er allein war. Nur der gute alte Gabriev lag immer noch auf dem Boden und machte den Anschein, als würde auch er langsam zu Sinnen kommen. Hohes Gezetere aus dem Hintergrund verriet dem Celestial Drifter auch, dass Gabrievs kleine, nervige Fee auch irgendwo hinter seinem Rücken herumhampeln musste. Wie auch immer sie da hingekommen war.
„Hey, AUFSTEHEN, Schnarchnase!“
Unsanft wurde dem Schwertkämpfer des Lichts in die Nase gekniffen und seine Augenlider wurden mit den schlanken Fingern des Jungen über ihm aufgeschoben. Gabriev war gezwungen, in das begeisterte Gesicht einer kleinen Brillenschlange zu stieren. Chris war es wohl egal, dass sein Opfer sowieso auf dem besten Weg des Aufwachens gewesen war.
„Beeilung, der Rest ist schon weg!“

Die Soldaten, die gerade das Gebäude verlassen hatten und das Gelände draußen betraten, fanden die Gargoyle vollkommen unbewegt vor. Sie hatte sich wie eine Statue in die Sonne gestellt und ihre geschrumpften Flügel ausgebreitet. So hatte sie ihre gesamte Wartezeit verbracht und schien sich keine Sorgen über irgendwelche Muskelkrämpfe oder Verspannungen zu machen. Jemand, der genetisch zu achtzig Prozent mit einem Stein übereinstimmte, hatte so etwas nicht zu befürchten.
Als sie Schritte und Stimmen hinter sich vernahm, warf die Blauhaarige einen Blick über ihre Schulter und lächelte leicht, als sie die verschlafenen Gesichter sah. Idunas Befehl nahm sie schweigend hin – die offensichtlich getrübte Laune des Persocoms schaffte es nicht, sich auf die Gargoyle übertragen. Gut gelaunt blickte Isis in die Runde der Soldaten und stutzte: Ein Neuzugang? Vielmehr, er war gefesselt… Ein Gefangener? Wie und wann um Himmels Willen hatten die Soldaten ihn erwischt? Bis gestern Abend war er doch noch nicht unter ihnen gewesen… War er etwa alleine in das Gebäude eingedrungen und hatte sich gestellt?
Deutliche Verwirrung malte sich auf Isis’ Gesicht, als sie sich wortlos der Gruppe anschloss. Wie hatte sie ihn übersehen können, wenn er in dieser Nacht tatsächlich in das Gebäude eingedrungen war? Und noch wichtiger war – hatten noch andere außer ihm sich unbemerkt in das Gebäude geschlichen? War er vielleicht nur eine Ablenkung?
Die gelben Augen der Gargoyle wanderten misstrauisch zu Elias und musterten ihn von oben bis unten. Sie nahm seine mangelnden Fluchtmöglichkeiten zur Kenntnis und fühlte sich dennoch unwohl. Sobald Iduna ihnen ihr neues Ziel nannte, würde sie den Persocom darauf ansprechen.


RE: [ADoR] Kapitel 1 - There are no Witches, Sir. - SunnyValentine - 22.08.2011

Geistig war Gabriev noch immer nicht ganz vorhanden. Nun, falls er das überhaupt mal war. Jedenfalls war er weiterhin so verschlafen wie bis eben noch, selbst nach der Doppel-Tortur, die er nun über sich ergehen lassen musste. Einige Sekunden lang glotzte er verträumt den jungen Mann über sich an, bevor sich seine Fee erneut zu Wort meldete. Ohne mit der Wimper zu zucken hatte sie sich in das Sichtfeld des Schwertkämpfers geschoben und es sich auf seiner Nase bequem gemacht. Nun blickte sie mit verschränkten Armen und einem Gesichtsausdruck, als wäre sie auf 180 ( `^´# ) hinab, während sie beständig mit ihrem rechten Fuß auf das Gesicht des Blonden eintrat. Langsam regten sich nun doch die Lebensgeister in ihrem Partner, der sich nun aufsetzte und erstmals lauthals gähnte.
"Hm, was, Frühstück weg? Gemein", murmelte er verschlafen, während er sich ausgiebig am Hinterkopf kratzte.

Mit ein wenig Abstand zum Rest der Gruppe folgte nun auch Cersia, falls der Dämonenprinz doch etwas vorhaben sollte wollte sie nicht unter den ersten Opfern sein, soviel stand fest. Ausserdem konnte sie so auch dem Rotschopf aus dem Weg gehen, der ihr noch immer miese Laune bereitete. Er schien die derzeitige Situation einfach nicht ernst nehmen zu wollen, das ging ihr gehörig gegen den Strich. Wieso hatten sie auch ausgerechnet diesen Typen in die Gruppe aufnehmen müssen, waren seine Kampffähigkeiten etwa wirklich so überragend, dass man nich auf ihn verzichten konnte? Aber wie konnte ein Mensch mit so einer Ideologie und Idiotie überhaupt überleben? Fragen, die sich die Nixe für später aufheben musste, jetzt wollte sie mit dem Pöbel vor sich nichts zu tun haben.


RE: [ADoR] Kapitel 1 - There are no Witches, Sir. - Phoenix - 26.12.2011

Ausdruckslos beobachtete der Persocom auf der Mülltonne, wie nach und nach alle Soldaten der Spezialeinheit aus dem Gebäude kamen und sich in ihrer unmittelbaren Nähe versammelten. Regis‘ Frage war berechtigt, doch sollte die Antwort darauf alle erreichen, weshalb Iduna geduldig wartete, bis auch die letzten Soldaten aus dem Gebäude traten.
Ein kurzes Räuspern signalisierte der Einheit, ihre Aufmerksamkeit auf den Persocom zu wenden.
„Wie wir bereits annahmen, befindet sich die Hexe in dieser Stadt, durch die gestrigen Ereignisse können wir sogar davon ausgehen, dass sie sich in unserer unmittelbaren Umgebung aufhält“, begann der weißhaarige Roboter laut, sodass ihn jeder Anwesende verstehen konnte. Ihr Blick glitt wahllos durch die Menge, wahrscheinlich um sicher zu gehen, dass man ihr auch zuhörte. Wiederholen würde sie sich nicht.
„Ihr Interesse gilt jedoch nicht den eventuellen menschlichen Opfern oder gar den Dämonenfürsten in dieser Stadt. Sie besaß auf ihrem bisherigen Weg genug Chancen, Städte wie San Diego oder Los Angeles von den dort hausenden Dämonen zu befreien, doch laut unseren Aufzeichnungen hat sich dort nichts verändert. Ein paar gerettete Opfer, die ihren Weg kreuzten, mehr nicht“, fuhr Iduna fort und schloss kurz die Augen, scheinbar um die gewisse Informationen erneut abzurufen, um sicher zu gehen, keine falschen Aussagen zu treffen.
„Sie sucht. Irgendetwas. Irgendjemanden“, sagte sie schließlich und öffnete ihre Augen wieder. Ihr Blick lag kurz auf die Menschen in dieser Gruppe, bevor sie sich wieder ihren Soldaten widmete.
„Und wir werden dieser Suche beiwohnen. Was auch immer ihr Ziel sein mag, es weist für sie eine größere Bedeutung auf als die Rettung von menschlichen Opfern, die sie anfangs beabsichtigte“, erklärte sie das neue Einsatzziel schließlich und schloss erneut die Augen. Ein leises Seufzen entglitt ihr, als sie die nächsten Worte von sich gab.
„Die Standorte möglicher Menschen, die auf dem Hologramm aufgezeichnet waren, sind daher ab sofort nicht mehr von Bedeutung für uns.“

Lisa hatte Idunas Worte aufmerksam verfolgt, auch wenn sie den größten Teil nicht verstand. Sie konnte sich nicht vorstellen, wieso eine herumirrende Hexe so wichtig für das Überleben anderer war, besonders dann nicht, wenn die Suche nach ihr kostbare Zeit verschwendete. Zeit, in der die Soldaten immer mehr Menschen retten könnten. Ihren Vater, ihren Bruder, Jennifer und sie hatte man immerhin auch gerettet und nun wurden sie beschützt, wieso also eine Hexe suchen, die wahrscheinlich auf sich selbst aufpassen konnte?
Das Mädchen erstarrte für einen Augenblick, als sie die letzten Worte des Roboters vernahm. Worte, die sie ganz genau verstand.

Die ruhigen Blicke des Dämonen, der mit Ä etwas abseits der Gruppe stand, lagen auf den Soldaten. Man konnte nicht sicher sein, ob er Idunas Worte ganz, teilweise oder gar nicht verstanden hatte, doch sprach allein die Atmosphäre der Gruppe tausend Bände. Trotzdem zog er es nicht in Erwägung, sich bei Ä nach Informationen bezüglich der Diskussion zu erkundigen.
Isis‘ beunruhigte Blicke wurden währenddessen ignoriert.


RE: [ADoR] Kapitel 1 - There are no Witches, Sir. - Black-Cat - 27.12.2011

Eine unzufriedenstellende Antwort und sie war noch dazu ungenügend bezüglich seiner Frage. Vor Regis rechtem Auge wurde in verkleinertem Format die holografische Karte der Stadt sichtbar und auf dieser waren immernoch die Punkte eingezeichnet, genau wie Iduna sie ihnen zuletzt gezeigt hatte. Diese Punkte repräsentierten überlebende Menschen und waren nach Idunas letzten Worten zu schließen "ab sofort nicht mehr von Bedeutung" für die Gruppe.
Regis Griff um die Hand des Mädchens an seiner Seite wurde etwas fenster, nicht jedoch in irgendeiner weise verletzend - im Gegenteil. Aus dem Winkel seines linken Auges musterte er, wie sie auf die Worte des Persocoms reagierte, wobei das Grinsen des Virus sich voll und ganz verzog. Dies sollte nicht falsch verstanden werden. Regis machte sich nichts aus den Menschen. Er hatte keine Gefühle. Ob er diese retten würde oder nicht lag völlig daran, was man ihm befehlen würde zu tun, doch...
Alle vorherigen Ziele werden diskontinuiert? fragte er kühl bei seinem Anführer nach. Die Hexe übernimmt volle Priorität? wollte er klar stellen. Ich wiederhole, was ist unser nächstes Ziel? Geografischer Hinsicht. stellte er seine letzte unbeantwortete Frage, genauer definiert, erneut. Wie wird gehandelt, sollten wir auf unserem Weg auf weitere Überlebende treffen? legte er nach.

Ä lauschte Iduna nebensächlich und interessierte sich wenig bis gar nicht für deren Planänderungen. Tatsächlich machte es für "sie" überhaupt keinen Unterschied, was sie taten, solang sie etwas taten. Sie zog den Prinzen an seinem gelähmten Arm näher an sich heran und legte ihre beiden Arme um dessen Arm und drückte diesen an sich. Weißer Rauch kam erneut zwischen ihren Lippen hervor, doch murmelte sie nur etwas zu sich selbst.