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-- Lewa Episode 2: Angriff der Morph -- - Druckversion

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RE: -- Lewa Episode 2: Angriff der Morph -- - Iruini - 18.03.2006

Der nächste Schultag verlief für die Toa mehr oder weniger ruhig, dennoch wunderten sich alle Toa warum Herr Pick plötzlich wieder einen neuen Arm hatte, alle hatten zwar gemerkt, dass dieser Arm ein künstlicher war, jedoch wussten sie nicht, dass es so schnell ginge den Arm wieder fit zu machen. Herr Pick selbst sprach nicht mehr über dieses Ereignis und blickte nur gelegentlich so zu Lewa, als würde er ihn töten wollten. Keinen außer Gali schien es zu interessieren, was der da vorne tat, denn während sie sich eifrig Notizen machte waren die anderen Toa mit Nebensächlichen beschäftigt. Lewa und Tahu spielten eifrig Karten während Herr Pick zur Tafel umgedreht war, Sonja unterhielt sich ganz leise mit Lena während Pohatu und Onua über ihren Heften eingeschlafen waren. Takua blickte während dessen bewundernswert zu seiner Geliebten rüber wie sie schrieb und machte sie gelegentlich nach, worauf Kopaka sich das Lachen verkneifen musste. Doch plötzlich wurde das harmonische Bild des Unterrichts durch ein Licht gestört, welches vor der Tür erstrahlte. Herr Pick schreckte sofort auf. "Was zum Teufel ist das schon wieder?" Er ging zur Tür und wollte sie gerade auf machen, als sie plötzlich wie durch Zauberhand aufflog. Eine strahlende Gestallt trat durch die Tür, komplett in einen weisen Umhang gehüllt, so dass man sein Gesicht nicht sehen konnte. Er stützte sich auf einen alten Holzstab. Herr Pick schreckte einige Meter zurück, dann trat diese Gestallt vor die Klasse und nahm den Umhang von seinem Kopf ab. "Seid gegrüßt Toa!" Genai kam unter seinem Umhang zum Vorschein. "Ehrwürdiger, was macht ihr hier? Müsst ihr nicht die Insel beschützen?" Sprach Takua aufgeregt, als er erkannte wer hier vor ihm stand, doch Genai schüttelte nur enttäuscht den Kopf. "Die Insel gibt es nicht mehr. Makuta konnte sie angreifen, der Schild, er hat seine Wirkung verloren. Die Tempel der Elemente, der Schrein des Lichtes, er hat keine Rücksicht vor diesen Artefakten gezeigt, ich konnte mich gerade noch retten." Alle Toa waren spürbar geschockt, sie waren alle der festen Meinung, dass dieser Platz niemals vom Dunklen eingenommen werden könnte. "Herr Pick, dürfte ich mir die Schüler ausleihen, die Turaga und ich müssen was besprechen." Doch plötzlich erwachte Herr Pick aus seiner Starre. "Wir hatten heute noch viel vor, aber ich denke, dass die Toa das auch alleine schaffen werden. Schlagen sie eure Hefte auf, ich schreib ihre Abendaufgaben an." Alle waren froh endlich aus dem Unterricht herauszukommen und folgten Genai, obwohl keiner wusste wohin. "Der hat aber wieder viel aufgegeben, wie sollen wir das bloß schaffen?" Blaffte Tahu Gali an, die gerade neben ihn lief. "Die Aufgaben sind eigentlich recht leicht, baut alles auf den Stoff von heute auf. Das meiste steht schon in meinen Notizen." Tahu war verwundert über die Arroganz, welche in ihrer Stimme lag, natürlich hatte sie mitbekommen, dass sie die einzige war, die im Unterricht aufgepasst hat, ob sie wohl Tahu abschreiben lassen würde? "Bruder, weißt du wo wir hingehen?" "Ich hab keine Ahnung Lewa, die Räume hier gehen fast endlos weit tief unter das Meer, es sind Zahllose. Ich hab mich hier mal etwas umgesehen und nicht mal ein drittel des ganzen gesehen." Endlich erreichten sie eine große hölzerne Tür. "Dieser Kammer wurde angelegt, falls die Insel jemals untergehen würde, kommt herein." Alle Toa schritten in den gigantischen Raum herein, eine riesige Lichtsäule in der Mitte des Raumes in welche sich Genai reinstellte. Die Toa und die Turaga, die bis dahin an der Wand standen kamen hervor und knieten sich um die Säule herum. "Meine verehrten Toa, liebe Turaga, lange ist es her, dass die Schatten das Licht fast verdrängt haben. Viele Tage sind seid dem vergangen. Doch durch die Zerstörung unserer heiligen Tempel können wir nicht länger abwarten. Das Licht es ist kurz davor zu erlöschen und MataNui ist stark geschwächt, doch seine letzte Energie will er denen zukommen lassen, welche für das Licht kämpfen. Toa, erhebt euch und streckt eure Waffen hervor." Die Toa erhoben sich und Hoben ihre Waffen direkt in die Lichtsäule. "Das Licht es ist MataNuis Auge, es wird eure Waffen segnen und zur neuen stärke führen." Plötzlich veränderten sich die Waffen, sie wurden fast wie das Lichtschwert von Lewa,, nur das manche noch Zacken oder Axtähnliche Gebilde aus Licht an ihr hatten. "Diese Waffen sind stark genug um Makuta zu vernichten, alle menschlichen Waffen werden versagen." "Das lass mal nicht den alten Pick hören." Flüsterte Tahu zu Lewa, der fast hätte lachen müssen. "Nun tretet zurück." Die Toa gingen einige Meter zurück. "Turaga, nun erhebt ihr euch. Eure Kraft soll genutzt werden um den Toa das Update neu zu öffnen." Plötzlich strömten Lichtsäulen aus den Turaga in die Höhe und vereinten sich mit dem Licht der Säule. "Die neue Kraft, sie muss allerdings erst erlernt werden, bevor ihr sie nutzen könnt, meine Toa." Doch während die anderen Toa sich darüber freuten fühlten sich Lena und Sonja nutzlos, denn sie wussten, dass sie nie ein Update machen würden. "Und nun, möchte ich jeden von euch noch persönlich den Segen MataNuis geben. Tretet vor. Lewa, Toa des Windes, mutiger Anführer der Toa!" Lewa kam hervor und hob sein grünes Lichtschwert in die Höhe direkt in die Lichtsäule. "Tahu, Toa des Feuers, stärkster Kämpfer der Toa!" Tahu stellte sich neben Lewa und hob sein neues rotes Lichtschwert in die Höhe. "Gali, Toa des Wassers, schlauste unter den Toa!" auch Gali stellte sich zu den beiden und zeigte allen ihr strahlenden blauen Lichtspeer. "Kopaka, Toa des Eises, treuster unter den Toa!" Auch Kopaka hatte einen Speer, allerdings war er strahlend Weiß, wie das Eis. "Pohatu, Toa der Erde und Onua, Toa der Felsen!" Sie traten hervor und hoben ihre Lichtäxte, welche braun und schwarz waren in das Licht. "Toa Takua, Toa des Lichtes und der Hoffnung, trete hervor!" Jetzt wo auch Takua mit seinem Schwert zum Licht getreten sind fühlten sich Lena und Sonja noch mieser, da sie wussten, dass sie nicht dazu gehörten. Doch dann geschah das was keiner erwartet hatte. "Toa Lena, Toa der Sicht und Toa Sonja, Toa der Liebe, tretet hervor!" Sie konnten nicht glauben, dass auch sie gerade als Toa bezeichnet wurden, aber sie taten wie es ihnen befohlen und stellten sich zu den anderen. Sonja stellte sich direkt neben Lewa. "Nun bist du wohl auch ein echter Toa, Schatz." Alle erhoben sie ihre Waffen in das Licht und spürten die wärme des Lichts an ihren Armen. "Liebe Toa!" Sprach plötzlich eine überirdische Stimme und obwohl keiner wusste woher sie kam wussten alle, dass es MataNui ist der zu ihnen spricht. "Die Welt hat eine klare niederlege Erlebt. Die Hoffnung liegt nun in euren Fähigkeiten, erlernt die Kunst der Menschen und vernichten zusammen mit ihnen die Insel des Schatten. In diesen Moment, da die Dunkelheit am stärksten ist, sind die Herzen aller Menschen auf euch gerichtet und ihre Hoffnung wird euch neue Kraft geben." Auch wenn sie die Menschen nicht sehen konnten spürten sie ihre Energie in ihren Herzen. "Viele haben ihr leben gegeben um euch so weit zu bringen, doch auch sie werden euch für den letzten Kampf Energie geben." Plötzlich blickte Lewa die Lichtsäule herauf. Doch was er da sah konnte er nicht glauben, all die Menschen, die ihr Leben für ihn ließen waren dort versammelt, er sah seine Eltern, Tobias und sogar Frau Heßling und Lerahk und er konnte sich nicht mehr halten. "Für euch werden wir kämpfen und siegen, ihr seid nicht umsonst gestorben!" Die anderen und auch Lewa hoben die Waffen noch weiter nach oben, so dass sie über Genai eine Kuppel bildeten um ein Zeichen für all die zu setzen, die ihr Leben ließen. "Toa, die Hoffnung liegt nun in euren Händen!" Worauf die Stimme verschwand und die Stärke des Lichtes im Raum ebenfalls nachließ. "So Toa, ihr dürft nun gehen, ihr habt sicher noch viel zu tun, aber bedenkt, ihr müsst euch beeilen, je mehr Zeit ihr verbraucht um die Kunst des Fliegens zu erlernen, je stärker wird Makuta werden." Während am Abend Gali still in einer Ecke eines großen Aufenthaltsraumes saß, saßen die anderen auf gemütlichen Sofas direkt an einem warmen Feuer. "Wenn ihr mich fragt ist dieser Unterricht Unsinn!" Platzte es aus Lewa heraus. "Ja Lewa, wir wissen, dass du fliegen kannst, aber wir anderen müssen dort auch irgendwie hinkommen. Du hast MataNui gehört, wir müssen das lernen." Erklärte Kopaka es ihm im ruhigen Ton. "Wie dem auch sei, ich denke ich habe für heute genug gemacht. Ich geh schlafen." Kopaka stand gleichzeitig mit Tahu auf. "Was hast du denn heute gemacht? Ich dachte wir waren uns einig, dass wir Gali Morgenfrüh fragen ob wir abschreiben dürfen." "Genau das meine ich, solche Beschlüsse sind anstrengend." Damit verließen die beiden auch den Raum. Nach und nach gingen immer mehr Toa schlafen bis nur noch Lewa, Sonja, Lena und Gali da blieben. "Lewa, Lena, ich habe sie heute gesehen." "Wen Sonja?" Fragte Lena überrascht. "Meine Eltern, sie standen im Licht, zusammen mit vielen anderen Leuten. Ich werde für sie kämpfen, aber es tat gut sie wieder zu sehen." Plötzlich kam Gali von hinten auf Sonja zu und legte die hand auf ihre Schulter. "Der Tod ist kein Ende. Es ist der Anfang eines neuen Lebens, egal wo du bist, deine Eltern werden bei dir sein, solange du sie nicht vergisst, denn dann ist es ihnen nicht mehr möglich auf diese Welt zu kommen." Plötzlich wurde Sonja ganz ruhig und keiner sagte mehr ein Wort, außer Lewa. "Kann ich mir das bis Morgen früh ausleihen?" Dabei zeigte er auf Galis Heft, welches sie unter den Armen hielt. "Klar, aber versucht doch bitte nächste mal aufzupassen." "Hab ich Jahrelang versucht, aber danke, du bekommst es Morgen früh wieder." Darauf wurde es still im Haus.



RE: -- Lewa Episode 2: Angriff der Morph -- - Iruini - 18.03.2006

Am nächsten Morgen stand Lewa plötzlich vor den anderen mit einen großen Stapel Blätter. Alle starrten ihn verwundert an, als er Gali am Frühstückstisch ihr Heft zurück brachte und jedem Toa einen kleinen Stoß Blätter in die hand drückte. "Wie hast du das so schnell geschafft Lewa?" Lewa blickte den ratlos und entsetzt hineinblickenden Onua an. "Die Turaga haben mir meinen Rechner und meinen Drucker hochgebracht. Hab alle Seiten von Gali eingescannt, dann die Schrift etwas verändert und dann für jeden von euch ausgedruckt." Gali guckte zwar leicht erbost, doch die anderen Toa waren froh, dass Lewa ihnen die Sachen besorgt hatte. Die nächsten Tage verliefen für die Toa recht ruhig, im Unterricht beschäftigten sich die Toa mit allen außer dem Unterricht von Herr Pick, während Gali sich eifrig Notizen machte und alles Haargenau mitschrieb, was Herr Pick der Klasse sagte. Abends verbrachten die Toa in einer lockeren Gemeinschaft, während Gali ihre Hausaufgaben machte und Lewa sie Nachts immer wieder kopierte. Doch dann an einen Morgen wurde dieses friedliche Bild von Herr Picks schlechter gestört. Morgens betraten wie gewohnt die Toa den kleinen Klassenraum, sie bemerkten schon, dass seine Laune wohl nicht besonders war. Mürrisch blickte er auf die gestrigen Tests, bei jeder Seite quollen seine roten Augen weiter aus der Augenhöhle hervor und wütend schmierte er mit einem roten Stift auf das weiße Papier. Als alle Toa saßen blickte Herr Pick einmal schlechtgelaunt nach oben und knurrte wie ein wild gewordener Hund, den man besser nicht ansprechen sollte. Tahu konnte sich natürlich nicht verkneifen sich über seine Laune lustig zu machen. "Lewa, guck mal, sein Hemd hat Streifen, weißt du noch wie das früher war? von Einfarbig bis Streifen, wobei man bei Streifen lieber nicht kommen sollte." Lewa musste fast lachen, doch konnte sich dies gerade noch verkneifen als der Pick aufstand und wütend in die Runde blickte. "Ich unterrichte sie nun schon seid drei Wochen und in diesen drei Wochen waren sie nicht einmal vernünftig angezogen." Er knurrte wütend und es sah fast so aus, als würde ihm Schaum beim sprechen aus dem Mund laufen. "Die Herren mit ihren Umhängen, als ob wir im Mittelalter leben würden, was wäre so schlimm an einer normalen Hose und ein Hemd? Aber nein, doch nicht die Herren Toa, die müssen ja aussehen als ob sie vom letzten Kostümfest kommen." Dabei blickte er Tahu und Lewa abwechselnd an, die mit offenem Mund und ratlosen Blick da saßen. "Und die Damen?" Fragte er wütend, obwohl er die Antwort schon kannte und auch keine erwartete. "Kurze Oberteile und fast durchsichtige Röcke, gekrönt von einem ebenso lächerlichen Umhang wie den Herren. Selbst wenn ich diese Vorzeitlichen Stiefel weglasse sehen sie dennoch aus wie die Nutten." Die Toa waren sichtlich schockiert, so hat doch MataNui selbst ihnen die Kleidung gegeben, ihnen wäre nie im Traum eingefallen, dass sich jemand darüber beschweren würde. Doch plötzlich erhob sich Gali von ihrem Platz. Es war das erste mal, dass sie etwas gegen Herr Pick sagen würde und tatsächlich erhob sie ihre Stimme. "Herr Pick, mir liegt es fern eine Person zu kritisieren, dessen Vergangenheit ich nicht kenne, doch ich denke es wird Zeit, dass ich sie auffordere uns zu erklären, was sie gegen uns Toa haben." Lewa schien irgendwie enttäuscht zu sein. Er hatte einmal erlebt, wie Gali ausgerastet ist und er hätte sich wirklich gefreut, wenn sie es hier auch tun würde und den Pick mal richtig zur Sau machen würde, aber stattdessen blieb sie ruhig und sachlich. "Sie wollen wissen was ich gegen euch Abschaum habe, da fragen sie doch mal ihre tollen Freunde Tahu und Lewa." Lewa und Tahu blickten sich ratlos an, was sollte dies jetzt? Warum beschuldigte er jetzt sie dafür gesorgt zu haben, dass Herr Pick was gegen die Toa hat. "So die Herren können sich nicht mehr erinnern, vielleicht sollte ich helfen? Es ist zwar schon drei Jahre her, aber ich erinnere mich noch als wäre es Heute. Ich habe wie an jeden anderen Tag unterrichtet, natürlich hatten die Herren nur ihren Blödsinn im Kopf und waren schon seid Monaten nicht mehr in meinem Unterricht. Wie dem auch sei, ertönte plötzlich über den Sprechfunk, dass ein ähm, wie nannten sie es noch mal ein Schwarm Bohrok auf dem Schulgelände sei und wir deshalb das Gebäude und das Gelände räumen sollten. Natürlich habe ich das Gebäude nicht räumen lassen, so ein Blödsinn, wir haben weiter Unterricht gemacht, bis dann plötzlich einer dieser Käfer in meine Klasse stürmte, ohne anzuklopfen. Natürlich schlug ich sofort mit dem Besen darauf ein und ich hatte das Biest unter Kontrolle, bis diese zwei Idioten rein kamen und mit ihren Schwertern rumfuchtelten, wisst ihr nicht mehr, dass ich versucht habe euch zu bremsen, ihr solltet verschwinden! Aber nein, ihr musstet mich zu Boden drängen und mir dabei den Arm abschlagen! Darauf seid ihr ja schnell wieder verschwunden und habt mich da einfach liegen lassen, es gab zahllose Zeugen für eure Tat, ihr seid Schuld, dass ich diesen Ersatzarm aus Stahl tragen muss, ihr habt mein Leben zerstört, ich war der beste Scharfschütze in Reserve, in diesem Krieg hätte ich großes verbringen können, doch mit diesen Arm kann ich kein Gewehr mehr führen und dass ist alles eure Schuld!" Plötzlich dämmerte es den beiden Toa, es war wirklich so, dass es diesen Kampf gab, doch es war keine Absicht ihn den Arm abzuschlagen, es war so, dass die Toa dies machen mussten, da der Bohrok zuvor seine Zangen in den Arm gestoßen hatte und das Gift des Bohrok sich schon über den ganzen Körper ausgebreitet hatte. Das Gift wäre für jeden Menschen tödlich und Herr Pick wäre gestorben, wenn sie dies nicht getan wären. "Herr Pick!" Lewa erhob sich und genauso erhob er auch seine Stimme. "Es ist richtig, wir mussten damals ihren Arm vom Körper abtrennen, aber wissen sie auch warum?" Lewas Stimme war hoch und ruhig, als würde er hier einem Schüler etwa zum tausendsten Mal erklären. Herr Pick hatte dies auch schon bemerkt und versuchte eine Stimme in noch höherer Lage zu treffen. "Seid wann brauchen Toa einen Grund um etwas zu tun?" "Wir mussten es tun um sie zu retten, verstehen sie das? Dieser Käfer, wie sie ihn nennen versprüht ein, für Menschen tödliches Gift. Sie wären gestorben, wenn wir nichts getan werden. Wir sollen ihr Leben zerstört haben? Wir haben eher ihr Leben gerettet!" Lewa erhoffte sich aus dieser Aussage, dass Herr Pick vielleicht jetzt endlich verstehen würde und vielleicht etwas freundlicher werden würde, doch er täuschte sich. "Das ist doch alles Unsinn! Geht jetzt! Ich will euch heute nicht mehr sehen!" Herr Pick drehte sich zum Fenster um während die Toa den Raum verließen, doch Lewa blieb noch da und blickte Herr Pick in den Rücken. "Ich habe gesagt sie dürfen gehen Lewa!" Stieß es hervor, als hätte er auch hinten Augen. "Herr Pick, ich würde es vorziehen hier zu bleiben." Herr Pick drehte sich um und blickte Lewa an. "Warum haben sie mich nicht sterben lassen?" Lewa blickte seinen Lehrer ratlos an. "Ich könnte nie einen Menschen sterben lassen, genug haben ihr Leben für mich gelassen, genug sind gestorben, direkt unter meinen Augen um mein Leben zu stützen." Herr Pick drehte sich wieder zum Fenster um. "Sie sind mir da sehr ähnlich. Damals im Krieg. Ich lag mit meinem besten Freund im Graben, wir waren beide Scharfschützen, wir machten uns da einen Wettkampf raus, wer mehr Russen abschoss, dann kamen die Panzer und wir mussten fliehen, sie schossen ihn direkt in sein Bein, er konnte nicht mehr laufen. Wir hatten den Befehl verwundete zurückzulassen, doch ich konnte ihn nicht da liegen lassen. Ich rette ihn und wurde dafür aus dem Dienst entlassen, sie meinten ich sei zu weich, hätte nicht die nötige stärke um noch mal an die Front zu gehen. Darauf bekam ich einen Posten als Lehrer zugewiesen. Mein Freund musste wieder an die Front und beim nächsten Einsatz wurde er getötet" Darauf trat Stille ein und Herr Pick ging wieder zum Fenster, er blickte in den strahlend blauen Himmel. "Bitte Lewa, geh jetzt." Nun verließ auch Lewa endlich den Raum, doch als er raus ging konnte er noch ein leises weinen von Herr Pick hören.



RE: -- Lewa Episode 2: Angriff der Morph -- - Iruini - 18.03.2006

Am nächsten Morgen fanden sich die Toa wie gehabt wieder in dem engen Klassenraum ein und wie immer saß der Herr Pick bereits vorne am Lehrertisch. "Meine Herren, ich habe mich dazu durchgerungen, dass ich sie nicht länger benachteilige, weil sie so genannte Toa sind." Alle in der Klasse hielten kurz den Atem an, sollte er jetzt tatsächlich endlich nett zu ihnen werden? Sie konnten es nicht glauben. "Ich werde sie nur noch benachteiligen, weil ihre Leistungen in meinem Unterricht unter aller sau sind." Er nahm einen Stapel Blätter, die aussahen wie Tests, welche sie vor einigen Tagen geschrieben haben und ging damit zum ersten Toa in der Sitzordnung, Tahu. "Jämmerlich!" Schrie er, knallte den Test auf seinen Platz und ging dann weiter zu Lewa. "Abartig!" Auch ihn knallte er seinen Test hin und ging zu Sonja. "Widerlich!" Und legte ihr den Test hin, scheinbar war er nicht ganz so schlecht, wie jene von Lewa und Tahu. "Minderwertig!" Schrie er zu Lena, "Unnütze!" Schrie er zu Pohatu und als er auch noch Onua, Takua und Kopaka mit "Abstoßend!", "Ekel erregend!" und "Grässlich!" betitelt hatte ging er schließlich zu Gali. "Allein sie, meine gute Gali, haben es geschafft diesen Test mit der vollen Punktezahl abzuschließen, ich gratuliere ihnen. Aber der gesamte andere Haufen hier, hat in diesen Wochen nicht ein bisschen gelernt, ich denke ich habe meine Zeit hier vertan und da soll ich Morgen die praktischen Flugstunden beginnen?" Plötzlich wurde Lewa aufmerksam, er hatte was von praktisch gehört, dass würde sicher besser werden, als dieser müde Unterricht. "Wie dem auch sei bin ich dazu verpflichtet worden euch praktisch zu unterrichten, egal wie schlecht ihr hier auch seid, da es langsam wirklich ernst wird, die Welt..." Plötzlich stoppte Herr Pick mitten im Satz, als würde er nicht weiter reden wollen. "Wie dem auch sei, ich hoffe jedenfalls, dass ihr meine Maschinen heil lasst. Ihr könnt jetzt gehen." Doch gerade hatte Herr Pick dies ausgesprochen meldete sich auch schon Lewa zu Worte. "Was ist mit der Welt?" Fragte er hart und gerade zu klagend, dass sie hier saßen und nicht informiert wurden. "Das geht sie noch nichts an!" Worauf Herr Pick den Klassenraum schnell verließ und unter den Toa ein lautes Gemurmel entbrannte. Doch schließlich verließen auch sie den Klassenraum. Am Nachmittag saßen die Toa wie immer im Garten und ließen sich von der warmen Sonne verwöhnen. "Lewa!" Lewa erhob sich und ging auf Takua zu. "Was ist Bruder?" Takua wies Lewa nur an ihn zu folgen und sie gingen durch eine Tür einen langen Gang entlang. "Du hast vorhin etwas gefragt, ich kann dir einige Antworten geben." Lewas Augen kamen noch weiter heraus, als die es vom Pick jemals getan haben. "Woher?" Doch Takua unterbrach ihn bevor er seine Frage zu Ende stellen konnte. "Ich sagte doch, ich habe hier ziemlich viel erkundet. Die Welt, so wie du sie kanntest, Bottrop, Zürich und die ganzen anderen Orte existieren nicht mehr. Die Dunkelheit hat sie überrollt und die Erde in einen düsteren und kalten Ort verwandelt, die Menschen wurden evakuiert, sie Leben hier unter uns in künstlichen Welten, genau wie wir." Lewa konnte es nicht glauben, soll sich in der Zeit, wo Lewa hier saß die Welt sich so verändert haben? "Lewa, sobald wir die nächsten Trainings hinter uns haben wirst du es sehen, bis dahin solltest du dir keine Gedanken darüber machen!" "Lass uns wieder hoch gehen." Doch dann blieb Lewa noch mal nach einigen Schritten stehen. "Hast du schon was herausgefunden wie wir die neue Form des Updates nutzen können?" "Nein, ich habe keine Ahnung." Dann, als keiner mehr was sagte gingen sie weiter. Auf dem Rückweg redeten sie kein Wort miteinander, doch als sie oben ankamen hatte Takua plötzlich ne Idee. "Lewa, lass uns kämpfen, ich habe noch keine Übung mit dieser Waffe!" Gerade hatte Takua es gesagt, da zog er auch schon sein neues Lichtschwert und auch Lewa erwiderte dies indem er seine Waffe zog. "Na dann los Bruder, wie in alten Zeiten!" Er lies Takua zuerst angreifen und gleich konterte Lewa dies mit einem harten Schlag auf Takuas Schwert. Sie schlugen nur auf die Schwerter ein, da sie sich nicht verletzen wollten. Ihr Kampf wurde erst gestört, als plötzlich eine harte Stimmte ertönte. "Aufhören!" Plötzlich standen Herr Pick und der Imperator persönlich ihnen gegenüber und sie starrten sie verwundert an. "Wir haben nur geübt." Entschuldigte sich Lewa elegant. "Wir wissen es," sagte Herr Pick, "aber deshalb sind wir nicht hier, hört mal." Die Toa wurden ganz ruhig und lauschten leise, plötzlich hörten sie eine Art klacken, es schien von oben zu kommen, direkt von über ihnen. "Was ist das?" Fragten Lewa und die Toa gemeinsam, allein Takua blieb ruhig. "Das bedeutet Ärger, macht euch bereit Toa." Plötzlich wurde es dunkel, die Toa sahen wie der Himmel über ihnen verblasste und das Klacken immer lauter wurde, dann ganz plötzlich erstrahlten weiß leuchtende Risse im Himmel und er schien zu zerbrechen. "Was ist hier los?" Schrie Lena auf, als der Himmel über ihnen plötzlich in tausend Stücke zerbrach und sich über ihnen auflöste. "Was zum?" Lewa starrte starr vor Angst in den echten Himmel, der nun zu erkennen war. Er war blutrot gefärbt und die wenigen Wolken waren schwarz wie Kohle. Jetzt erkannte Lewa, was aus der Welt geworden war, doch dann bemerkte er, dass runde Kugeln vom Himmel fielen und auf den Rasen vor ihnen landeten. "Vorsicht, dass sind Bohrok!" Ermahnte Tahu die Gruppe, als er erkannte, dass die Kugeln ihre Arme und Beine ausbreiteten und einen Käferartigen Kopf ausfuhren. "Nein," sagte Lewa, der sich die Tiere genauer ansah, "Das sind Bohrok Kal, ich habe sie bisher nur einmal gesehen und das war vor dem Schloss Makutas." Dann unterbrach plötzlich Pohatu und führte zu Ende. "Sie sind viel schneller als Bohrok und auch viel stärker, achtet besonders auf die grünen, da sie giftig sind." Die Toa machten sich bereit und bauten sich als eine Fron auf, während sie die knapp dreißig Bohrok Kal vor sich sahen. Sofort schossen die Bohrok los und drängten die Toa auseinander, wie Blitze schossen sie hin und her, die Toa versuchten sie mit ihren Schwertern zu stoppen, doch sie waren viel zu schnell. Wenn einer die Bohrok mal stoppte, dann nur um mit seinen gigantischen Kiefer zuzuschnappen oder um sie mit Waffen, welche sie als Arme trugen anzugreifen. Einer nach den anderen ging zu Boden, sie konnten nichts gegen diese Macht ausrichten. "Wir haben keine Chance gegen diese Monster." Warf Gali Lewa hinterher, als er sich wieder erhob um weiter zukämpfen. "Wenn wir jetzt aufgeben war alles umsonst!" Schrie Lewa gerade zu Gali entgegen, als er sich wieder auf die Bohrok zuwarf, die ihn wieder zu Boden warfen. Auch Sonja war von Lewas mut inspiriert worden und stürzte sich nach vorne, doch wurde sie mit der gleichen Kraft zurück geworfen und landete an einer Wand, wodurch der Stein zerbrach, den Lewa ihr schenkte. "So kann es nicht weitergehen." Forderte Takua seinen Bruder auf aufzuhören seine Energie zu verschwenden. "Wir dürfen nicht zulassen, dass der Rest unserer Welt untergeht!" Wieder schoss er nach vorne. Für Sonja, die ihn beobachtete sah es fast aus, als würde er in Zeitlupe nach vorne rennen und links und rechts den Bohrok ausweichen, bis er schließlich eingekreist wurde von ganzen zehn Bohrok. "Lewa, du musst dich retten!" Schrie zu Lewa, doch er blieb dort stehen. "Greift ruhig an, ihr werdet mich töten, aber ich werde zwei oder drei von euch mit mir nehmen!" Dann griffen sie wie in Zeitlupe an und Lewa schwang sein Schwert hin und her, er spürte einen stechenden Schmerz in der Hüfte und merkte, dass einer der Kiefer ihn gepackt hatte, doch die anderen hatte abgewehrt. Die anderen Toa konnten nicht mehr kämpfen, sie mussten zusehen wie Lewa dort langsam zu Boden ging. Doch dann erhob sich Sonja erneut vom Boden und stürzte sich auf einen der zehn Bohrok Kal, mit ihren Schwert konnte sie dem Bohrok den Kopf abschlagen, doch dann wurde sie von einem grünen Bohrok in den oberarm gebissen und die Zähne, des Käfers rammten sich tief in ihre Haut. Lewa sah, wie Sonja vor ihm zu Boden ging und die Wunde in ihrem Arm grün strahlte. Lewa erhob sich unter schmerzen, doch er stand wieder, während die Wunde an seiner Hüfte brennte. Er hob sein Schwert in den Himmel. "Jetzt oder nie!" Schrie er auf, doch dann begann er in einen unbekannten Licht zu strahlen. "Mystisches Update!" Schrie er laut, so dass alle ihn hören konnten und es geschah tatsächlich, Lewa updatete in eine bis dahin unbekannte Form, er hatte zwei noch größere Klingen in den Händen als in seiner Nuva-Form. Seine Rüstung war durchgehend in einen dunklen Grün gehalten und sie sah noch härter aus, als jene, die er in der Nuva-Form hatte. "Jetzt werden einige Käfer zermatscht!" Rief Lewa noch bevor er anfing mit seinen Schwertern die Bohrok, die ihn umgaben zu Köpfen, durch das Update war er viel schneller geworden. Er war nun schneller als die Bohrok Kal und konnte ihnen so ausweichen und sie angreifen, bis der letzte von ihnen weg war, gerade als Lewa keine Kraft mehr hatte um das Update zu halten und wieder zu seiner menschlichen Form wurde. Sofort kamen der Imperator und Herr Pick, welche sich während des Kampfes hinter einer Wand geschützt hatten auf Lewa zu und stützten ihn, als er sofort versuchte zu Sonja zu kommen, die immer noch am Boden lag und mittlerweile von den Toa umgeben war. "Sonja!" Stammelte Lewa noch, er war erschöpft. "Pick, überlass ihn mir und kümmere dich um den Schirm, bau ihn erstmal wieder auf und dieses mal mit doppelter Energie, so was darf nie wieder vorkommen!" Herr Pick lies Lewa los, der sich nun ganz und gar auf den Imperator abstürzte und lief direkt in einen ganz an der Seite hinein. Doch dann machten plötzlich die Toa platz Genai war aufgetaucht. "Lasst sie liegen, ich kümmere mich darum!" Auch die Turaga waren aufgetaucht und standen hinter Genai, während er Sonja ins heilige Licht tauchte, die kurze Zeit später ihre Augen öffnete und sich leicht erhob. "Blieb liegen, du bist noch zu schwach!" Doch hörte Sonja nicht auf Genai und erhob sich sofort, als sie Lewa erblickte, der immer noch erschöpft zu seien schien. Gerade war sie bei Lewa angelangt, als sich plötzlich der Himmel über ihnen schloss und nun wieder blau erstrahlte. Sonja stützte Lewa so gut sie konnte um den Imperator zu entlasten, doch das einzige was Lewa sagte war: "Wir kämpfen für eine Welt, die es nicht mehr gibt!" Worauf stille eintrat.



RE: -- Lewa Episode 2: Angriff der Morph -- - Iruini - 18.03.2006




RE: -- Lewa Episode 2: Angriff der Morph -- - Iruini - 18.03.2006

Am nächsten Morgen fanden sich die Toa wie gewohnt in ihrem Gemeinschaftsraum ein, wo sie sich für den Tag stärkten. Heute würden einige von ihnen endlich echt fliegen können, doch andere von ihnen würden sie darum beneiden, weil sie es nicht schafften durch den Simulator zu kommen. Sie trafen sich draußen mit Herr Pick, welcher einen Zettel in der hand hielt, wo er wohl die Namen jener drauf stehen hatte, welche fliegen dürften. "So meine Herren, Gestern haben sie mir ja gezeigt wer von ihnen bereit ist eines der Maschinen zu fliegen und wer von ihnen auf dem Boden bleiben wird, aber auch jene, die auf dem Boden bleiben haben eine wichtige Rolle, denn ihr werdet für die Navigation eurer Gefährten sorgen. Also fliegen werden Lewa, Tahu, Lena, Takua und Onua erstmal, sobald die Testphasen vorbei sind und wir in die Flug-Panzer umsteigen werden alle fliegen können, da es sich bei jenen Gerät um Zweisitzer handelt. Folgen sie mir bitte." Mit hängenden Köpfen gingen einige Toa hinter ihrem Lehrer Herr. Takua, Tahu, Lena und Lewa nahmen ihre Lieben in den Arm um sie zu trösten, doch brachte es nicht viel. Sonja hatte sich schon sehr darauf gefreut endlich einmal über die Erde zu fliegen, doch nun war wohl ihr Traum erstmal wie eine Seifenblase zerplatzt. Dennoch folgten sie alle ihrem Lehrer einen langen Gang entlang und dann einen tiefen Aufzug hinunter. Sie gingen nicht den Weg, den sie damals gegangen waren, als Pick ihnen die Flugzeuge zeigte, dieses mal schienen sie in ein anderes Abteil zu gehen. "Falls ihr euch wundern solltet, ihr werdet nicht sofort mit den teuren Maschinen fliegen. Hier unten stehen alte Schiffe der Klasse A-Flügler. Schnelle Jäger mit guter Bewaffnung, aber sehr schlecht gepanzert. Sie sind billig in der Produktion und ich bin wirklich froh, dass sie uns als Versuchsobjekte dienen." Sie betraten eine große dunkle Halle am Ende des Aufzuges und plötzlich gingen voll automatisch die Lichter an. "Dies sind eure Flugzeuge." Verkündete Herr Pick, als die Toa fünf recht ramponierte, rote Schiffe vor sich stehen sahen. Sie hatten kleine Flügel und waren nicht mal halb so groß wie die X- und Y-Flügler, welche sie in der anderen Halle gesehen hatten. Doch dann führte er die Toa weiter, vorbei an den Schiffen zu einem großen Computerpult, auch hier standen bereits fünf Computer bereit. "Lewa, sie nehmen die Nummer Eins. Sonja wird ihre Navigatorin. Tahu, sie und Kopaka bilden die Nummer zwei. Lena und Pohatu die Nummer drei und Takua, sie bilden mit Gali die Nummer vier." Die Navigatoren gingen bereits zu ihren Sitzplätzen, als Onua mit großen Augen Herr Pick anstarrte. "Und ich?" Fragte er entsetzt. "Sie arbeiten mit mir zusammen." Man konnte nicht erkennen ob Onua lieber tot umgefallen oder weggerannt wäre, doch scheinbar waren seine Beine in dem Moment so starr, dass er nicht in der Lage war sich zu bewegen. "Toa, die Welt da draußen hat sich verändert. Ich bitte euch inständig, bleibt im Bereich unseres Lagers und haltet euch fern von diesen Bestien." Die Toa schienen verstanden zu haben und gingen zu ihren Schiffen. Herr Pick selbst setzte sich an den fünften Computer. Als Lewa zu seinem Schiff ging war er sichtlich froh, dass er nicht Herr Pick hatte, doch das Mitleid für Onua hielt sich bei ihm in Grenzen, was auch Tahu auffiel. "Warum so ein schadenfrohes Gesicht?" "Ach, ich gönne Onua das irgendwie, nach der Aktion beim gestrigen Training." Beide lachten leise und stiegen dann in ihre Flugschiffe ein. Als er drin saß, schloss sich das Glasverdeck sofort ganz automatisch. Die Steuerung war der aus dem Simulator sehr ähnlich und auch die Sicht aus den Scheiben war die Gleiche. Plötzlich bemerkte er, dass noch zwei Leute in orange gekleidet an einem kleineren Computer am Rande eines Tors saßen. Er hatte sie vorher gar nicht bemerkt. "Lewa hörst du mich?" Plötzlich hörte Lewa Sonjas Stimme im Schiff laut und deutlich. "Ja ich hör dich." Antwortete Lewa erfreut. "Der arme Onua, hätte er gestern meine Brüste in ruhe gelassen, hätte ich jetzt glatt Mitleid mit ihm." Auch sie musste sich das Lachen verkneifen. "Lewa, Pick sagte, dass sich die Schleuse bald öffnen wird, du sollst dann als erster dadurch fliegen. Er sagte irgendwas, dass durch Druck eine Luftsäule im Wasser geschaffen wird und da kannst du dann durch fliegen bis nach oben." "OK Schatz, ich mach mich bereit." Er drückte einige Knöpfe und machte das Flugzeug somit startklar, er wartete jetzt nur noch auf ein Zeichen. "So Bärchen, noch fünf Sekunden" "verstanden Schatz!" Langsam zählte er im Kopf mit runter und schon sofort sah er, wie das Tor auf ging und mitten im Wasser eine Art Luftsäule zu erscheinen schien. "Und los!" Schrie Lewa, als er den Controlstick langsam zurück zog und das Flugzeug sich langsam erhob und dann nach vorne los flog. Lewa hatte keine Mühe in der Luftsäule zu bleiben, doch als er zwischendurch zurück blickte sah er einige Meter hinter sich Tahu ziemlich hin und her wackeln. Ein Bruchteil einer Minute später war Lewa auch schon über dem Ozean und er blickte in den roten Himmel. Lewa war froh, dass er jenen schon gesehen hatte, denn er wusste nicht wie er nun auf dem Schock reagieren würde. "Und wie sieht es da Oben aus?" Lewa überlegte erst was er Sonja sagen sollte, doch dann entschied er sich einfach alles genau zu beschreiben. "Grauenhaft, der Himmel ist Blutrot gefärbt, einige schwarze Wolken in der Ferne feuern Blitze auf die verwüstete Erde. Das Meer sieht von hier Schwarz aus und die Wellen ragen gefährlich hoch in den Himmel." Sonja schwieg, sie hatte zwar schon mit so was gerechnet aber wollte vielleicht doch lieber etwas Schönes hören anstelle des ganzen Grauen. Die fliegenden Toa blieben immer nahe zusammen als sie in einer Formation um die Festung herumflogen. Zum ersten Mal bemerkten sie wie riesig sie war, fast so als würde eine stählerne Insel mitten im Meer stehen. Lewa fragte sich wie sie es geschafft haben dies zu bauen, doch er wusste genau, dass er auf diese Frage nie eine Antwort bekommen würde. Gerade hatte sich Lewa an den Anblick der neuen Welt gewöhnt, als Sonja sich endlich wieder meldete, doch dieses mal lag etwas Beängstigendes in ihrer Stimme. "Lewa, Vorsicht, da nähert sich etwas!" Lewa blickte auf seinen kleinen Radarschirm und erkannte, dass sich knapp zehn unbekannte Objekte in einer weiten Formation näherten. Lewa schnappte sich einen kleinen Funksprecher. "Ihr habt es gehört Leute, los schnappen wir sie uns!" Sie wendeten und flogen nun direkt auf die Objekte zu, welche immer noch kleine Punkte auf seinem Schirm waren. "Was zum Teufel sind das für Dinger?" Fragte Sonja ängstlich. "Das sind Nui Rama Schatz. Fliegende Bestien von Makuta." "Sei bitte Vorsichtig" Stotterte Sonja leise. "Bin ich doch immer." Kurz darauf erkannte Lewa die fliegenden Biester auch schon mit bloßem Auge. "Feuert jetzt!" Sprach er in den kleinen Funksprecher und zugleich fingen die Toa an das Feuer auf die schnellen Fliegen ähnlichen Geschöpfe, doch wichen sie den Strahlen immer weiter aus. Jetzt mussten die Toa aufpassen, denn die Fliegen hatten scharfe Krallen an ihren Armen und versuchten damit ihre Flieger auseinander zu reißen. Noch waren die Toa nicht so geschickt im Umgang mit den Schiffen und so spürten einige der Toa schon die Krallen an ihren Flügeln vorbei schrappen. Nach mehreren Angriffen hatten jedoch die Toa schnell die Lage unter Kontrolle und so stürzte auch der letzte Nui Rama vom Himmel in das tiefe dunkle Meer. "Das habt ihr Klasse gemacht Schatz." "Danke Mausi, hoffentlich war das alles für heute." Wieder fingen die Toa an, im großen Kreis über die Festung zu fliegen, doch dann spürte Lewa plötzlich ein komisches Gefühl in ihm, als wäre eine große dunkle Energie in der Nähe. "Sonja nähert sich mir was?" Fragte er, doch keine Antwort kam. "Sonja!" Langsam packte ihn die Panik, was war los? Warum antwortete Sonja ihm nicht? "Sonja bitte, was ist hier los? Kann mich sonst jemand hören?" Lewa schrie regelrecht in seinen Funksprecher, doch es kam nur eine Antwort zurück. "Ich kann dich hören Lewa!" Eine dunkle heisere Stimme war lautstark im ganzen Schiff zu hören. "Makuta! Was willst du von mir?" Lewas Augen verengten sich zu kleinen Schlitzen. "Komm!" "Wohin?" Lewa wusste nicht was er tun sollte. Er war nun ganz auf sich allein gestellt und Makuta hatte scheinbar geistigen Kontakt zu ihm hergestellt. "In meine Heimat. Es wird Zeit, dass die Dunkelheit dich endlich vernichtet!" Lewa wusste, dass Makuta seine Angst spürte, es war sinnlos sie vor ihm zu verstecken, dennoch versuchte Lewa dies, vielleicht in der Hoffnung sich selbst etwas vorlügen zu können. "Du wirst mich niemals besiegen Makuta! Einmal schon bist du vor mir in die Knie gegangen und es wird wieder passieren." Doch dann hörte Lewa ein dunkles Lachen wie er es in der Vergangenheit schon oft gehört hatte. "Du wirst es nie lernen Toa. Du kannst die Schatten nicht bezwingen!" Plötzlich bemerkte Lewa, dass er außerhalb des Bereiches geflogen war in dem er eigentlich fliegen durfte, es scheint fast so, als wollte Makuta dies erreichen in dem er ihn ablenkte. "Was spielst du für ein Spiel?" "Das wirst du schon bald merken!" Als Lewa sich dann plötzlich umsah bemerkte er, dass eine ganze Horde Nui Rama ihn eingekreist hatten. Er musste was tun, sonst würden sie ihn und sein Schiff in Stücke reißen. Lewa entschloss sich schnell nach unten zu stürzen, doch die Biester ließen sich nicht abschütteln. "Es ist Sinnlos Toa!" Doch Lewa versuchte es weiter. Zehn bis Zwanzig Kreaturen waren hinter ihn her. Sein Radar war ausgefallen genau wie der Funkkontakt zu den anderen Toa, dennoch wollte er hier nicht aufgeben. "Nichts ist verloren Makuta!" Mit einigen gezielten Schüssen gelang es Lewa einige der Kreaturen vom Himmel zu holen, doch es waren immer noch viel zu viele. Er wollte versuchen sie in die Richtung der Basis zu locken, doch wusste er auch nicht mehr aus welcher Richtung er gekommen war. Was sollte Lewa nur tun? Er konnte nicht mehr lange durchhalten, die Nui Rama waren dicht hinter ihn. Sie flogen fast genauso schnell wie Lewa. "ich muss sie abhängen!" Doch auch dieses mal hörte Lewa wieder das dunkle Lachen des Herrn der Schatten in seinem Schiff widerhallen. "Es ist zwecklos du Narr!" Doch für Lewa stand fest, dass eine Lage nie zwecklos seien wird. Schon oft sah es schlecht für ihn aus und er hatte es immer geschafft dem dunklen Tot zu entkommen. Doch dann hörte Lewa plötzlich noch eine weitere Stimme in seinem Schiff. "Lewa!" Lewa wusste von wem diese helle Stimme kam, er hatte sie sehr oft in bedrohlichen Situationen gehört. "ja Genai, ich kann dich hören!" Doch dann hallte auch schon die kratzige Stimme Makutas wieder. "Ein Mensch mit heiliger Macht, als MataNuis Sohn betitelt, glaubst du etwa dich mir widersetzen zu können?" "Oh Makuta wie sehr du dich doch täuscht, das Licht in reiner Form kann mit den Schatten spielen wie es will und meine Aufgabe ist es diesen Toa zu beschützen!" Lewa hörte nur mit einem Ohr zu, denn er war immer noch damit beschäftigt den Angriffen der Nui Rama auszuweichen, während die beiden sich weiter unterhielten, Lewa hoffte stark, dass Genai wusste was er da tat und dass Lewa er Makuta verschwinden lassen könnte. "Sie es doch ein Diener des Lichtes! Die Welt ist in Dunkelheit getaucht und wird nie wieder im Licht erstrahlen." "Das Licht ist in jedem Menschen, er muss es nur entfachen! ich werde dich aus diesem Schiff bannen!" Plötzlich fing das Schiff an im Licht zu strahlen und Lewa konnte Makuta immer leiser werden hören. "Das kann nicht sein, fast hätte ich den Toa..." Dann verschwand die Stimme endlich und Lewa stellte fest, dass das Licht auch die Nui Rama vertrieben hatte. "Lewa! Lewa! Hörst du mich?" Lewa war froh und erleichtert endlich wieder Sonjas Stimme zu hören. "Ja Schatz mir geht es gut." "Wir haben dich hier die ganze Zeit gehört, auch Makuta, ich bin sofort losgerannt und habe Genai und die Turaga geholt." "Ich danke dir Schatz, sag mir wie ich zur Festung zurück komme. Ich habe die Orientierung verloren." Nach kurzen Warten antwortete Lena auch schon auf seinem Hilferuf. "Das ist ganz leicht Schatz." Nach einer kurzen Weile in der Lewa den Anweisungen von Sonja gefolgt war setzte er auch schon zur Landung in der Luftröhre an. Als auch endlich der letzte Toa gelandet war schlossen die beiden Arbeiter das Toa wieder und die auch die Wasserröhre verschwand. Gerade war Lewa ausgestiegen, als Sonja sich auch schon auf ihn stürzte und ihn feste in dem Arm nahm. "Ich hatte so eine Angst um dich Schatz." Sie küsste Lewa mehrmals auf dem Mund und Lewa kam kaum dazu Luft zu holen, doch war er froh Sonja hier wieder zu sehen. "Danke Maus, du hast mir mein Leben gerettet." Doch Sonja sagte nichts dazu. Dann kam auch endlich Herr Pick auf den Toa zu. "Geht es dir gut Junge?" Fragte er und Lewa glaubte so etwas wie Sorge in seiner Stimme gehört zu haben. Auch Genai stand bereits neben Lewa, als jener langsam von Sonja losgelassen wurde. "Makuta ist stärker geworden, als ich angenommen hatte." Sagte er überrascht, doch blieb seine Überraschung nicht lange im Raume stehen. "Ich denke es ist egal wie stark er ist. ich denke, dass dieses Team es schaffen wird Makuta zu besiegen!" Die Toa drehten sich überrascht zu Herr Pick um. Noch nie hatten sie etwas nettes von ihm gehört. Einige der Toa freute dies, doch Anderen schien diese Aussage von Herr Pick gerade zu angst zu machen. Am frühen Abend gingen die Toa früh zu Bett. Allein Sonja und Lewa schienen noch wach zu sein. Dann plötzlich stand er aus dem Bett auf und ging auf die Tür zu. "Komm Sonja!" Sagte er leise. Sonja wusste zwar nicht wo er sie hinführen würde, doch vertraute sie ihrem Freund gerade zu blind und so gingen beide Toa nach draußen. "Wohin gehen wir Schatz?" Fragte sie Lewa. "ich habe da heute was von oben gesehen." Es war wie immer eine klare Nacht und der Mond schien hell auf die beiden Toa hinab. Sie gingen ein ganzes Stück, bis sie schließlich einen Wald erreichten. Tagsüber waren die Toa viel zu faul um so weit zu gehen, doch Lewa führte seine Freundin weiter, tief in den Wald hinein, bis sie schließlich eine Lichtung erreicht hatten. Sonja staunte, als sie sah was vor ihr lag. Ein weiter See wurde von den Strahlen des Mondes beschienen und lag friedlich am Rande des Waldes. "Lewa, das ist Wunderschön!" Lewa ging langsam auf dem See zu. "Komm Schatz!" Sagte Lewa, als er sich vorsichtig dem See näherte. "Aber ich habe gar keine Badesachen dabei?" Fragte Sonja Lewa, doch es kamen keine Antworten, da Lewa sich neben ihr schon anfing auszuziehen und ehe sie ihn noch was fragen konnte war schon im Wasser. "Komm schon Maus, dass Wasser ist schön warm." Auch Sonja zog sich aus und sprang elegant ins Wasser rein und schwamm in Lewas Arme. Seicht tobten die beiden im Wasser herum, küssten sich und streichelten sich behutsam unter einem künstlichen Mond, der das Wasser magisch strahlen lies.



RE: -- Lewa Episode 2: Angriff der Morph -- - Iruini - 18.03.2006

Zur selben Späten Stunde waren in einem anderen Teil der Erde drei dunkle Gestallten in einer Halle versammelt. "Nichtsnutze, Versager! Die ganze Welt habe ich mir zu Untertan gemacht und ihr seid nicht in der Lage eine kleine Festung einzunehmen!" Vor Makuta erhob sich Dume vom dunklen Boden. "Meister, ihr müsst zugeben, dass die Verteidigungsanlagen der Menschen ziemlich stark sind und dann sind da auch noch die Toa." Makuta drehte sich um und ging zu einen großen Monitor. "So, die Toa also. Sie sind stark, stimmt es?" DarkMaster erhob sich ebenfalls. "Ja, dass sind sie." Makuta drehte sich mit lauter Stimme wieder zu seinen Handlangern um. "Falsch, das einzig starke an ihnen ist ihr Band, welches sie verbindet. Freundschaft, Liebe, diese Eigenschaften machen die Toa stark. Ihre Einigkeit gibt ihnen Kraft und das Band zwischen Sonja und Lewa ist besonders stark und macht Lewa fast unbesiegbar, aber damit ist jetzt Schluss!" Dume trat einen Schritt zurück und stammelte: "Wie meinen sie dies Meister?" Makuta lachte Dume mit dunklen Blicken an. "Während ihr eure Zeit mit direkten Angriffen vertan habt, habe ich eine Waffe entwickelt. Eine Waffe, welche das Band zwischen den Toa zerschneiden wird. Seht her!" Auf den Bildschirm erschien eine Abbildung der neuen Waffe, darauf warfen sich die beiden vor Makuta auf den Boden und schrieen ihn entgegen wie genial diese Idee sei und dass sie nie daran gezweifelt haben, dass Makuta einen Weg finden würde die Toa zu vernichten. Makuta selbst lachte noch böser, als er es jemals getan hat, als hätte er bereits gewonnen. Doch was war dies für eine Waffe und würden die Toa in der Lage sein diese Waffe zu vernichten? All dies störte Lewa und Sonja in dem Moment nicht, wo sie gerade zu Ende gebadet hatten und friedlich unter freiem Himmel im Gras schliefen. Doch der Morgen brach schneller an, als es den Toa lieb war. So kam es, dass beim Frühstück zwei Toa zu wenig am gedeckten Tisch waren. "Tahu?" Flüsterte Kopaka ihm leise ins Ohr. "Du weißt nicht zufällig wo Lewa ist?" Tahu schüttelte Ratlos den Kopf uns biss in seinen frisch bestrichenen Toast. Danach fanden sich die Toa draußen vor dem Herrenhaus ein, denn Herr Pick wollte ihnen zum Abschluss die letzten Anweisungen geben, auch hier war keine Spur von Lewa und Sonja, doch schien dies Herr Pick nicht zu stören und so sprach er auch ohne die beiden einfach los. "Meine lieben Toa. Da ihr nun eure Ausbildung abgeschlossen habt, werdet ihr nun dem Dienste unserer Welt untergestellt werden. Draußen gibt es immer noch kleinere Stämme von Menschen, die sich weigern hier her zu kommen und ihr Leben damit verbringen gegen die dunklen Kreaturen zu kämpfen. Unsere Aufgabe ist es im Moment, bis wir einen Weg gefunden haben dunkle Festung anzugreifen, diese Menschen zu beschützen und zu helfen wo wir können. Sobald ihr gebraucht werdet schicke ich einen Boten zu euch hoch und ihr werdet mit den Flugpanzern zum Einsatzort fliegen. Lasst euch dabei nicht in Luftkämpfe verwickeln, Jäger werden euch begleiten um euer ankommen zu sichern. Ich hoffe ihr versteht wie wichtig diese Missionen sind und damit wünsche ich euch einen schönen Tag." Im gleichen Moment kamen von hinten Sonja und Lewa angerannt. "Wo waren sie?" Fragte Herr Pick mürrisch. "Wir haben verschlafen." Herr Pick sah die beiden mit hervorgequollenen Augen an. "Erkundigen sie sich bei ihren Kollegen was ihre Aufgaben sind!" Darauf verschwand Herr Pick laut murmelnd im Herrenhaus, während die Toa Lewa und Sonja mit prüfenden blicken musterten. "Ich frag besser gar nicht wo ihr wart." Stellte Tahu fest und zupfte einen langen Grashalm aus Sonjas wild durcheinander liegenden Haaren. Nachdem Lewa und Sonja sich frisch gemacht hatten stießen sie draußen zu den anderen und sofort schlug Lewa vor, dass sie noch etwas üben sollten. Während des Kampfes mit seinem Bruder Takua erkundigte er sich was er gerade verpasst hatte, ohne dabei den Kampf zu vernachlässigen. Wie schon mit Tahu ist zwischen Lewa und seinem Bruder ein wilder Kampf entbrannt. Keiner schien den anderen was zu schenken und sie mussten wirklich darauf achten sich nicht gegenseitig umzubringen. Harte Schläge tauschten die zwei Toa aus, doch dann durch einen Fehler in seiner Verteidigung ermöglichte Takua Lewa ihn durch einen Stoß auf den Boden zu werfen. Sofort reichte Lewa ihn die Hand, doch bevor Takua aufgestanden war hörte Lewa plötzlich ein Klatschen und es schien als würde ihn jemand anfeuern. Er drehte sich um und war auf der Stelle geschockt von dem was er da sah, so dass er Takua los ließ, der zurück auf dem Boden viel. "Was soll das du Blödmann?" Mit Mühe und Not raffte sich Takua auf und tastete seinen Bruder ab. "Bist du kaputt gegangen? Hallo?" Brüllte er seinen starren Bruder an, dann richtete er seinen Blick in die gleiche Richtung in der Lewa guckte und erstarrte auch. Vor ihnen stand eine Frau und Takua konnte seinen Augen nicht trauen was dies für eine war. Er war wie Lewa sofort weg von dem bloßen Anblick. Sie trug kniehohe schwarze Stiefel und darunter Kniestrümpfe, dessen Enden man noch sehen konnte, da der schwarze Rock gerade mal ihren Hintern bedeckte. über ihren Rock konnte man ihren leicht gebräunten Bauch sehen, bis schließlich ihre großen Brüste von einem knappen roten Oberteil zur hälfte verdeckt wurden. Im Gesicht hatte sie so viel Farbe, dass keine Falten zu sehen waren und ihre langen Braunroten Haare reichten ihr bis halb in den Rücken herab. Langsam bewegte sich auf die beiden Toa zu, die immer noch starr auf der Wiese standen. Beim laufen bewegte sie ihren Körper so geschickt, dass Takua langsam die Zunge aus dem Kiefer heraushängen lies. "War ein guter Kampf Lewa." Sprach sie zu Lewa, der sie immer noch anstarrte, aber durch seine Körperhaltung jetzt nur noch ihre Brüste sehen konnte, dabei streichelte sie ihn einfach durch das Gesicht. Doch auch die anderen hatten mittlerweile die Anwesenheit dieses leichten Mädchens bemerkt und so gingen Gali und Sonja wütend auf die Frau zu. "Was machen sie hier? Zivilisten ist es nicht gestattet sich außerhalb ihres Lebenserhaltungssystems zu befinden!" Sprudelte es aus Gali heraus, während Sonja der Frau wütende Blicke zu warf. "Mein Name ist Carla." Sagte sie im ruhigen Ton und warf dabei ihre Haare so geschickt in den Nacken, dass nun auch die anderen männlichen Toa nichts anderes mehr tun konnten als sie anstarren. "Ich bin die Vorsitzende von Lewas eigenen Fanclub und ich wollte fragen ob er nicht mal mit mir kommen könnte uns sich seinen Fans zeigen könnte." Nun blickte Sonja noch finsterer rein, als sie sich langsam nach vorne beugte und Lewa in die Augen sah. Doch auch Lewa war bereits aus seiner Starrheit erwacht und fing Sonjas wütende Blicke auf. "Entschuldigen sie, aber ich denke, dass ich wirklich keine Zeit habe!" Sagte er verzweifelt und stieß sich selbst einige Meter von ihr weg. "Ach kommt doch Lewa." Schwärmte darauf Carla ihn an und ging direkt auf Lewa zu. "Es dauert bestimmt nicht lange." Sie schien Lewa wie Wachs in ihren Händen zu formen, doch Lewa versuchte sich mit Gewalt gegen sie zu wehren. "Nein wirklich nicht, lassen sie mich in ruhe!" Schrie er sie an und ging zu Sonja hinüber, worauf Carla zu Sonja hinüber ging und ihr einen arroganten und angewiderten Ton zuwarf. "Ah, du bist dann wohl Lewas Freundin, Sind oder wie die hieß?" Sonja kochte vor Wut, doch sie versuchte ruhig zu bleiben in der Gegenwart der anderen Toa konnte sie nicht ausrasten. "Mein Name ist Sonja und ja ich bin mit Lewa fest zusammen." Auch Lewa warf ihr mittlerweile wütende Blicke entgegen, als würde er sie nur zu gerne loswerden wollen, wenn er etwas nicht leiden konnte, dann waren es Fans, die so aufdringlich waren wie diese Carla, doch schien auch sie dies zu spüren. "Na, da kann man wohl nichts machen." Darauf fing sie an in ihrer Handtasche zu kramen und holte plötzlich ein kleines Fläschchen Parfüm heraus und sprühte sich etwas auf ihren Hals. Nachdem sich der Geruch des Parfüms verbreitet hatte wurden Sonjas blicke noch finsterer und auch die Blicke der anderen weiblichen Toa wurden noch düsterer, während bei allen Toa außer Onua sich etwas zu regen schien und sie Carla strahlend ansahen. Dann schubste Lewa ganz plötzlich Sonja zur Seite. "Warte Carla, ich denke ich werde mich doch meinen Fans zeigen!" Kurz darauf harkte er sich bei Carla an dem Arm ein und verschwand, während Sonja ihn mit wütenster Miene nach sah. "Wie kann er es Wagen mit diesen Flittchen zu verschwinden?" Warf Sonja ihrem Freund in der Anwesenheit der anderen weiblichen Toa vor. "Ich kann das auch nicht verstehen und Tahu scheint auch noch voll verrückt nach dieser Schlampe zu sein." Die männlichen Toa hatten sich ebenfalls zu einer Sitzung eingekreist. "ich finde mein Bruder hat Carla gar nicht verdient. Sie steht viel eher mir zu!" Platzte es aus Takua heraus. "Dir? Du hast wohl ganz vergessen, dass ich hier am besten aussehe?" Widerlegte Pohatu. Die beide schon anstallten machten sich Gegenseitig an den Hals zu gehen, bis sich Onua dazwischen warf. "Hey Leute, seid ihr noch ganz dicht? Was ist denn mit Gali und Lena?" Doch die beiden scheinen nur zu lachen. "Was sollen wir denn mit diesen ollen Weibern?" Sie waren dabei so laut, dass die Toa dies hörten und mit wütenden Blicken antworteten. Während dessen war Lewa zu flüssigen Wachs in Carlas Fingern geworden. Wie sich herausstellte, wollte sie Lewa nur von den Anderen weglocken und saß sie Lewa küssend auf eben jenen. "Oh Carla ich liebe dich so sehr." Stammelte Lewa hervor. "Und was ist mit dieser Sonja?" Fragte Carla und ihre smaragdgrünen Augen funkelten zufrieden. "Welche Sonja?" Fragte Lewa mit einem entsetzlichen Unterton. "Gut, komm wir gehen zurück zu den anderen!" Sie stand auf, hob ihr Oberteil auf und zog dieses zusammen mit ihren Rock wieder an. Langsam gingen sie zurück nach oben, dabei hielten sie sich gegenseitig an den Händen und küssten sich stetig. Oben angekommen sahen ihn die anderen Toa wütend an, als er vor Sonja seine Zunge in Carlas Hals rammte. Dann überkam Sonja die Wut. Sie zog ihr Schwert und rannte auf Carla zu. "Ich bring dich um du Schlampe!" Brüllte sie dabei, doch wurde ihr Schlag von Lewas Schwert geblockt, der sie so wegstieß, dass sich Sonja dabei stark verletzte. "Noch so eine Aktion du kleines Miststück und ich bring dich um!" Schrie Lewa sie wütend an. Kurz darauf griff auch schon Tahu Lewa an, doch auch dieser Angriff wurde von Lewa geblockt. "Was ist mit dir los Tahu?" "Wenn du Tod bist bekomme ich Carla!" Schrie er ihn wütend an und langte noch mal zu. Auch die anderen Toa hatten ihre Schwerter gezogen. Die Frauen wollten Carla töten, aus ihren Augen konnte man den blanken Hass erkennen und die Herren wollten sie beschützen und nebenbei sich selbst umbringen, allein Onua bleib am Rand stehen und sah mit entsetzter Miene eine Weile zu. Dann warf er einen Blick zu Carla hinüber, die gerade ihr Dekolleté am richten war und dabei höchst zufrieden aussah, als hätte sie gerade ein böses Werk zu ihrer vollsten Zufriedenheit ausgeführt. Doch dann dämmerte es Onua, genau dies muss von Anfang an ihr Plan gewesen sein und während die anderen Toa sich immer noch am umbringen waren rannte er los, direkt in das Herrenhaus hinein. Zum Glück war Carla so abgelenkt, dass sie nicht auf ihn achtete und genüsslich zusah, wie die Toa sich am bekriegen waren. "Genai!" Hallte es in den Gängen wieder. "Genai!" Fast außer Atem rannte Onua durch die Gänge, bis er schließlich direkt in Vakama rein rannte. "Was ist los Onua?" Fragte Vakama ruhig, als er gerade wieder vom Boden aufstand. "Die Toa! Sie kämpfen gegeneinander! Dunkle Mächte! Brauche Genai!" Onua hechelte nur so vor sich hin, doch dann endlich erschien Genai hinter ihnen. "Was ist denn hier los?" Doch ehe Onua noch einmal alles erzählen konnte, mischte sich auch gleich Vakama hinein. "Etwas Schrecklich Genai!" Alle Beide folgten sie Onua schnell nach draußen, doch an der Tür angekommen hörten sie schon die wüsten Schreie draußen. Sofort stürmten sie aus der Tür hinaus direkt auf den Platz vor ihnen. Genai war schockiert, er sah seine Schützlinge mit den Schwertern und den Augen voller Hass auf sich einschlagen. "Aufhören!" Brüllte er, doch keiner schien dies zu hören. Dann faltete Genai seine Hände zusammen und plötzlich schoss ein greller Lichtstrahl aus ihm hinaus und brachte die Toa zum erstarren. "Was ist hier los?" Er ging direkt über den Platz, durch die erstarrten Toa auf Carla zu, die ihm einen arroganten Blick zuwarf. "Wer sind sie?" Fragte Genai die Frau wütend. "Und was haben sie hier gemacht?" Sie Atmente nur lässig aus und guckte Genai wütend an. "Ich spüre die dunkle Macht in dir. Bist du ein Diener Makutas?" Fragte er laut, doch sie reagierte nicht. Dann hob er seine Arme hoch. "Im Namen MataNuis, erwache!" Rief er ihr entgegen und ehe er sich versah legte sich ein heller Schein über die Frau und sie viel in Ohnmacht, direkt vor Genais Füßen. Im gleichen Moment erwachten die Toa aus ihrer Starre und gingen langsam auf Genai zu, der sich bückte und in ihrer Tasche wühlte. "Genai? Was ist passiert? Wieso hab ich, Oh Gott!" Plötzlich brach Lewa in Tränen aus und sah sich nach Sonja um, die immer noch wütend guckte. "Sonja!" Er ging auf Sonja zu und viel vor ihr auf die Knie. "Schatz, es tut mir leid, ich war nicht ich selbst. Ich weiß auch nicht was los war!" Er blickte mit traurigen Augen auf Sonja hoch, sie bückte sich danach langsam zu Lewa hinunter und legte ihre Arme um ihn. "Ist schon gut Schatz, ich weiß auch nicht was mit mir los war und ich wollte dich auch nicht umbringen!" "ich dich auch nicht." War es leise unter Sonja zu hören. Bei den anderen Toa sah es nicht anders aus, alle knieten sie zusammen und baten sich gegenseitig um Verzeihung, bis auf Onua, der bei Genai stand, der die kleine Flasche aus Carlas Tasche holte. "Was ist das Genai?" Fragte Onua neugierig. "Wenn ich mich nicht täusche, dann hat dieser Saft die Kraft Liebe, welche eine Person anderen für jemanden empfindet auf die Person zu übertragen, welche den Duft trägt." "Das würde erklären warum ich verschont blieb, aber was war mit den Mädels los?" Genai überlegte eine Zeitlang, doch dann schien ihn die Antwort einzufallen. "Es muss so sein, dass bei gleichem Geschlecht Liebe in Hass verwandelt wird." Langsam erhoben sich die Toa wieder und Lewa hatte auch schon wieder seine Sonja in den Armen. Sie bildeten einen Kreis um Carla, die immer noch am Boden lag, doch sich nun langsam erhob. "Was ist passiert? Wo bin ich?" Genai beugte sich zu der Frau nieder, die plötzlich eine ganz andere Stimmhaltung hatte. "Du bist in Sicherheit." Flüsterte Genai ihr zu. "Was trage ich hier für Sachen? Ich sehe ja aus wie ein Flittchen?" Erschrocken stand sie auf, sie zupfte einige Male an ihrem Rock rum und versteckte dann ihre halben Brüste mit ihren Armen. "Sag uns Carla, was ist passiert? Woran kannst du dich noch erinnern?" Carla blickte Genai ratlos an. "Das letzte was ich weiß ist, dass ich an meinem Spiegel saß und mich gekämmt habe und sann sah ich große rote Augen, danach hab ich mich irgendwie ganz anders Gefühlt ich weiß nur noch ein Paar Details. Ich ging einkaufen und hab mir da wohl diese Sachen gekauft, aber ich weiß nicht mehr wieso und warum?" Genai versuchte sie zu beruhigen, packte sie dann schließlich am Arm und zerrte sie zusammen mit Vakama weg, wieder hinein in das Haus. Dann verteilten sich die Toa ein wenig. Sonja und Lewa gingen wieder zu ihrem Platz am See und achteten dabei darauf, dass niemand ihnen folgte. "Schatz, was da mit mir passiert ist..." Doch Sonja hielt ihm den Mund zu. "Es ist schon gut Lewi, ich weiß, dass es der Fluch war, der auf uns lag, du kannst nichts dazu." Doch Lewa nahm ihre Hand weg und gab ihr noch eben einen Kuss auf jene. "Das ist es nicht Mausi, es ist so, dass ich egal was ich äußerlich mit Carla gemacht habe, ich vor meinen Augen immer dich gesehen habe, sie sah genauso aus wie du, ich habe mich auch genauso Gefühl, als wäre ich bei dir. Dies Zeigt mir, dass ich dich über alles liebe. Da dieser Fluch ja Carla für mich zu dem macht, was ich am meisten Liebe. Du bist meine einzige wahre Liebe." Sonja blickte in Lewas Augen und küsste ihn dann zärtlich. "Das hast du schön gesagt Schatzi." Kurz darauf stieß sich Sonja von Lewa weg, zog sich hastig aus und sprang in das kalte Wasser. "Komm schon Schatz!" Auch Lewa zog sich schnell aus und sprang hinterher. Am Abend sah keiner der Toa die beiden nachhause kommen, allein sahen sie, dass unter ihnen ein Zimmer fertig gemacht wurde. "Es scheint als würde Carla noch etwas hier bleiben." Sagte Takua mit unruhiger Stimme. "Je eher sie geht um so besser. Ich will dieses Weib nie wieder sehen." Sagte Onua sauer und knallte die Tür zu seinem Zimmer lautstark zu.



RE: -- Lewa Episode 2: Angriff der Morph -- - Iruini - 18.03.2006

Auch an diesem Morgen kamen Lewa und Sonja wieder viel zu spät zum Frühstück, doch konnten sie schon vom weiten hören, dass an diesem Morgen irgendwas nicht stimmte. Bereits in der Eingangshalle konnten sie Onuas Geschrei genau erkennen.
"Was sucht die hier? Ich weigere mich mit so einer Person an einem Tisch zu essen!" Langsam kamen Lewa und Sonja in den kleinen Frühstücksraum hinein und sahen, wie sie es beide schon vermutet hatten, Carla am Frühstückstisch der Toa sitzen und gemütlich essen.
"Ich habe es nicht nötig mich von ihnen so behandeln zu lassen." Sprach sie in einem ruhigen Ton. "Lewa! Tu was! Sag was! Mach was!" Forderte Onua Lewa lautstark auf. Lewa blickte zu Carla hin. Sein blick ruhte einen Moment auf dieser Person. Er wunderte sich etwas, so hatte sie sich doch Gestern so über ihre Kleidung aufgeregt, doch hatte sie jene nicht geändert. Schließlich kam Lewa zu den Entschluss, dass es das beste wäre erstmal etwas zu essen. Zu Onuas Entsetzen setzten sich Lewa und Sonja ruhig an den Tisch und fingen an Brötchen aufzuschneiden. Sonja sagte zwar nichts, doch warf sie Carla einen verachtenden Blick zu, bevor sie ihren Blick wieder auf ihrem Teller sinken lies. Gerade hatte Lewa sein zweites Brötchen aufgeschlitzt, als plötzlich die Tür aufsprang und eilig Herr Pick den Raum betrat. Einen kurzen Moment blieb er schnaufend am Kopf des Tisches stehen, holte dann tief Luft und Sprach zu den Toa.
"Sobald ihr euer Frühstück beendet habt, findet ihr euch bitte draußen auf dem Hof ein, es wird Zeit Miss Carla zurück in ihren Sektor zu bringen und den Zugang zu Makuta für immer zu zerstören." Die Toa verstummten, keiner hatte wirklich Lust diese Frau zu begleiten und dann sollten, sie es noch alle zusammen tun, als wäre sie eine Wichtige Person, doch dann holte Herr Pick noch einmal tief Luft und sprach weiter.
"Während wir uns darum kümmern, habe ich spezielle Anweisung für drei von euch. Lewa, Tahu und Takua. Ihr findet euch in der Halle des Lichtes ein, Genai will euch dort sprechen und einen speziellen Auftrag geben." Lewa sah Sonja mit ratloser Miene an, was könnte dies für ein Auftrag sein, aber was noch schlimmer war, es würde bedeuten, dass Sonja und Lewa getrennte Wege gehen müssten, doch noch machte sich keiner der beiden Gedanken darüber und verdrückten erstmal ihre letzten Brötchen, dann machten sie sich langsam auf dem Weg zum Ausgang, erst als sie die Tür nach draußen erreicht hatten wurde ihnen klar, dass sie nun getrennt würden, aber nicht nur sie, auch Takua und Gali standen hinter ihnen eng umschlungen, während Kopaka und Tahu eher ruhig blieben. Er gab Kopaka einen letzten Kuss und Lewa meinte kurz die Worte "Pass gut auf euch zwei auf" von Tahu zu hören, kümmerte sich dann aber doch lieber um Sonja, die den Tränen nahe war.
"Mach dir keine Sorgen Maus, es wird mir nichts passieren, wir werden uns wieder sehen, versprochen." Er drückte Sonja fest an sich und küsste sie zärtlich auf dem Mund, er blickte in ihre glitzernden, nassen Augen und versuchte ihr das Gefühl von Stärke zu geben, dann lies sie ihn los und ging langsam den anderen hinterher. Auch Kopaka und Gali folgten ihnen langsam. Langsam winkten die drei Toa ihren Lieben hinterher, doch dann drehten auch sie ihnen den Rücken zu und gingen langsam einen schmalen Gang entlang. Sie waren diesen Weg schon einmal gegangen, doch damals waren sie nur zu dritt, für Lewa war es ein komisches Gefühl so zwischen Tahu und Takua zu laufen und nicht zu wissen warum sie dies taten. Doch dann, wohl mehr um sich selbst abzulenken richtete er sich nach recht und sprach Tahu an.
"Sag mal, was meintest du vorhin mit, pass auf euch auf?" Tahu blickte einen kurzen Moment recht dumm aus der Wäsche, gerade so als würde er noch nach einer Ausrede suchen, die ihm gerade nicht einfallen würde, doch dann erhob auch er die Stimme.
"Ach ja, du weißt schon, man redet halt viel wenn der Tag lang ist." Lewa erkannte sofort, dass hier irgendwas nicht stimmen konnte, doch er hielt sich mit seinen Theorien zurück, während sich Takua das lachen verkniff, denn sie hatten das Tor zur Halle des Lichtes erreicht und drückten es vorsichtig auf. Sie traten ein, Genai stand bereits in der Halle und führte sie mit einen Fingerzeig um einen großen Tisch, auf dem eine Karte zu erkennen war, welche ähnlich der Weltkarte war, allerdings hatten sich die Kontinente verändert, es gab kein wirkliches Europa mehr, auch Afrika war nicht mehr zu erkennen, es schien als hätte sich alle Landmasse um Makutas Insel zusammen gezogen und sie dort zum Mittelpunkt der Erde gemacht.
"Toa, was ihr hier seht ist die dunkle Spirale, Makuta, Herr der Schatten hat die Struktur der Erde so verändert, dass sie seine Kräfte unterstützen und stärken, er kann sich so Gaias Kräften bedienen, die tief in der Erde schlummern, aber deshalb habe ich euch nicht hier herrufen lassen." Einen Moment lang schwieg Genai, doch dann fuhr er mit ruhiger Stimme fort.
"Ich habe euch hierher rufen lassen, weil einer der kleinen Siedlungen, welche einige Menschen auf der Spirale gegründet haben in größter Gefahr ist. Zwar sind ausnahmslos alle Siedlungen außerhalb dieser Festung in Gefahr, doch gerade diese wird im Moment besonders von Makuta angegriffen." Er fuhr mit der flachen Hand einmal über die Karte und auf ihr war plötzlich der Punkt sichtbar, an dem sich das Dorf befinden sollte.
"Ich habe mit Pick alles abgeklärt, ihr werdet dort hingeflogen und das Schiff wird dort auch bei euch bleiben. Euer Auftrag ist es herauszufinden, warum es dort zu solchen Ausschreitungen kommt und das Problem zu beseitigen." Wieder trat Stille ein, keiner der Toa traute sich ein Wort zu sagen, bis schließlich Lewa leise und klanglos Genai ansprach.
"Warum gerade wir?" Genai blickte Lewa an, als meine er, dass die Antwort auf diese Frage klar sein sollte.
"Ihr seid die stärksten Kämpfer der Toa. Kraft und Geschick im Kampf sollten auf diese Mission von großen Vorteil sein und nun geht schnell, die Menschen brauchen euch!" Während sich die drei Toa auf dem Weg zu ihrem Schiff machten, machten sich auch die anderen Toa schon auf dem Weg um Carla heim zu geleiten. Doch schien diese Gruppe nicht wirklich zufrieden mit ihrem Auftrag, viele der weiblichen Toa schienen Carla ihr verhalten immer noch nachzutragen.
"Bestimmt riskiert Lewa irgendwo sein Leben und ich bin hier und geleite dieses Flittchen zurück." Sprach Sonja sauer und warf Carla einen bösen Blick zu.
"Du hast recht Sonja, es ist einfach unmöglich, dass wir uns jetzt noch um die da kümmern müssen. Allein wie die da läuft und ihren Arsch in ihrem Rock schwingt. Onua hat seit zehn Minuten auf nichts anderes mehr geguckt." Schließlich trennte sich Kopaka von der Gruppe, der drei Frauen, welche hinter den anderen hinterließ und ahmte Carlas Gangart nach, bis sie auf Onua aufgeschlossen hatte, den sie ganz elegant zur Seite schuppste.
"Hey was soll das Kopaka?" Sprach Onua, der bis dahin gar nichts mitbekommen hatte und so fasziniert von ihrer Vorgängerin war, dass er fast zu Boden ging, als ihn der Schlag traf. Sonja und Gali hinter ihm kicherten laut auf, als Kopaka ihn aufhalf und so tat, als sei sie genau so ein Flittchen, wie dies vor ihr.
"Ich dachte nur, ich sollte dich vielleicht etwas von diesem Hintern ablenken, vielleicht wären dir meine Brüste lieber?" Sie fuhr mit ihrer Hand über ihre bedeckten Brüste und fast gleichzeitig lief Onua dunkelrot an.
"Ach lass mich doch in ruhe!" Schrie er wütend und lief schnell weiter, bedacht darauf den Blick nicht mehr auf Carla zu lenken, dabei bemerkte er, wie die drei Damen hinter ihm sich lautstark lachend über ihn amüsieren. Doch hielt das lachen nicht lange, denn ganz plötzlich blieb die Gruppe stehen und Herr Pick gab einen Code auf der Tür ein, die sich dann auch automatisch öffnete. Ihr gang war nur schwach beleuchtet und sie erschrocken sich, als sie von dem hereinströmenden Licht geblendet wurden, welches hinter der Tür lag. Sie traten ein und dachten plötzlich, dass sie wieder an der Erdoberfläche waren, ein schwacher, warmer Wind wehte ihnen durch ihr Gesicht und der Himmel war Sternenklar und Blau, wie oben unter Kuppel sah es hier auch aus, als wären sie unterm freien Himmel. Vor ihnen erstreckte sich eine Stadt, doch sie sah nicht so schön aus, wie sie es erwartet hätten. Sie gingen weiter, vor ihnen erstreckten sich nun plötzlich Hochhäuser und enge Seiten Gassen, alles schien irgendwie dreckig zu sein und Carla, die sich hier wohl bestens auskannte ging voraus.
"Hier entlang!" Sie bogen in eine besonders schäbige Gasse hinein und blieben vor einer alten beschmierten Tür stehen, Carla öffnete sie vorsichtig und sie traten in ein altes schäbiges Treppenhaus ein, das Geländer war an verschiedenen Stellen kaputt und auch einige der alten Holzstufen wiesen Risse und Löcher hervor, so waren die Toa besonders Vorsichtig, als sie ihr folgten und sie Stufen hochstiegen. Oben erreichten sie eine kleine Wohnung, in ihr herrschte das reinste Chaos, die Möbel waren mit Kleidungsstücken behangen und auch auf dem Boden lagen Kleidungsstücke herum. Onua musste sich gleich näher umsehen und erkannte, dass die Kleidung hauptsächlich aus Reizwäsche und knappen Röcken und Oberteilen bestand.
"Wo ist der Spiegel nun Carla?" Fragte Herr Pick, der von dem Chaos nicht sehr begeistert war. Carla führte ihn direkt durch die Wohnung bis in ein kleines Zimmer, indem nur ein Stuhl und der große Spiegel stand.
"Hier ist er, guckt bloß nicht rein, bitte!" Herr Pick hörte auf diese Worte und blickte nicht einmal in den Spiegel hinein.
"Sonja, komm mal her." Sagte er im ruhigen Ton und blickte auf Sonja, die ihm mit ängstlichen Blick ansah, wie sehr hätte sie sich Lewa gewünscht, der ihr Kraft gab, jetzt wo Herr Pick sie rief. Nach mehreren Minuten ging sie dann schließlich zu ihm.
"Sonja, Genai hat mir gesagt, dass nur du den Spiegel zertrümmern kannst, er meinte du sollst dich vor ihn Stellen und einfach zuschlagen, am besten guckst du gar nicht erst lange hinein." Sonja wurde nun noch nervöser, Lena war mit ihr nach vorne gekommen und hielt die hand, die sonst Lewa hätte gehalten, doch er war nun weit weg, wusste nicht was für eine Angst sie hatte. Möglichst ruhig trat sie vor dem Spiegel und zog ihr Schwert. Sie hielt es fest in der Hand, doch dann erstarrte sie die anderen guckten sie ebenfalls starr an. Doch dann schubste Carla sie zu Boden und beugte sich über sie. Sonja kam schnell wieder zu sich, doch liefen ihr nun tränen über ihr Gesicht.
"Was ist passiert?" Fragte Carla, nun zum ersten mal in einem Ton, der Mitleid widerspiegelte. Langsam richtete sich Sonja auf, auch die anderen Toa haben sich um sie versammelt.
"ER ist tot!" Schrie sie plötzlich, als Lena sich über sie bückte und sie in den Arm nahm. "Lewa ist tot... ich hab es gesehen. Tausende von Kreaturen haben ihn zerfleischt." Wieder versank sie in Lenas Armen und weinte laut. Während dessen war Carla wieder aufgestanden und stand an einem kleinen Fenster mit den Rücken den Toa zugewandt.
"Der Spiegel zeigt die größten Ängste einer Person, wenn diese Person zu lange den Ängsten ausgesetzt wird, dann ergreift der dunkle Geist die Kontrolle von jener Person." Alles wurde Still, allein das Weinen von Sonja war noch zu hören, doch wurde es immer leiser, da Lena sie tröstete und ihr leise Wörter wie "es ist alles nicht wahr" und "Lewa geht es gut" zuflüsterte. Nach einiger Zeit stand sie wieder auf und richtete ihre Blicke auf den sorgevoll reinblickenden Herr Pick.
"ich will es noch mal versuchen!" Sagte sie hart und Herr Pick nickte beunruhigt, wieder stellte sie sich vor dem Spiegel, erhob ihr Schwert, doch wieder wurde sie starr, wieder sah sie die Bilder vor sich, wie Lewa zerfleischt wurde, doch dann wurde plötzlich alles schwarz vor ihr, sie war im Nichts verschwunden, doch konnte nichts dagegen tun, doch dann hörte sie plötzlich eine Stimme.
"Schlag zu!" Sie hallte von weit her und halte in der Ferne bis zu ihr hin. "Schlag zu Schatz!" Sie wurde immer stärker, plötzlich spürte sie, dass sie nicht allein war, Lewa war bei ihr, sie war nicht alleine und dann konnte sie sich plötzlich aus der Starre befreien und schlug mit voller Kraft auf den Spiegel ein. Doch dann viel sie in Ohnmacht, alles wurde wieder Schwarz um ihr. Sie verlor ihr Gleichgewicht und viel zu Boden. Doch immer noch konnte sie die Stimme in ihrem Kopf hören. Als sie wieder Wach wurde lag sie schließlich in ihrem Zimmer, langsam öffnete sie ihre Augen und hörte wie sich jemand auf sie zu bewegte, sie hoffte Lewa in ihre Arme schließen zu können, doch sie wurde bitter enttäuscht. Nichts Lewa war hier bei ihr, sondern Genai war gekommen.
"Wie geht es dir Sonja?" Sonja richtete sich ein Stück auf und sah ihn fragend an. "Es tut mir leid, Lewa ist noch nicht wieder da." Antwortete er ihr, ohne dass sie die Frage stellen musste. "Du hast dich gut geschlagen, genau wie ich es erwartet hatte. Die Dunkelheit zieht in das Herzen der hinein, doch in deinem Herzen war kein Platz für Dunkelheit, es ist erfüllt mit dem Licht, welches Lewa dir gab." Er streichelte ihr über ihr Gesicht. Sie war immer noch schwach. "Ach ja, Carla wird ab jetzt hier bleiben, wir konnten sie unmöglich in dieser Wohnung lassen, die ganze Wohnung war erfüllt vom Bösen, doch das Portal ist zerstört und dies verdanken wir dir." Sonja wollte noch was sagen, doch dann vielen ihr wieder die Augen zu und sie schlief wieder ein, allein ohne Lewa, der immer noch unterwegs war um die Siedlung zusammen mit Takua und Tahu von der dunklen Bedrohung zu befreien.



RE: -- Lewa Episode 2: Angriff der Morph -- - Iruini - 18.03.2006

Sonja hatte die Nacht über nervöse Träume, immer wieder wachte sie auf, schweiß gebadet und mit der Angst in jedem Glied. Sie war froh, als endlich die Sonne aufging, schnell stand sie auf und zog sich eilig an. Immer wieder hatte sie die Hoffnung Lewa am Frühstückstisch zu sehen, wie er da saß und seine Brötchen schnitt, doch als sie endlich den Raum betrat und den langen, reich gedeckten Tisch sah, bemerkte sie, dass sie allein war. Noch niemand war da und Lewa schon gar nicht. Enttäuscht ging sie langsam auf den Tisch zu, er war immer noch nicht wieder da, er fehlte ihr so sehr. Doch als sie sich gerade setzen wollte spürte sie einen festen Druck auf ihrer linken Schulter. Zusammengezuckt drehte sich Sonja schnell um und blickte ins Gesicht vom Pick.
"Kommen sie!" Ohne ein weiteres Wort zu sagen folgte Sonja ihm aus dem Gemeinschaftsraum heraus. Sie gingen einen langen Weg entlang tief hinunter. Sonja kannte den Weg, schon einmal war sie ihn gegangen, nur damals mit Lena. Herr Pick blieb vor einen Tor stehen, ohne es zu öffnen drehte er sich zu Sonja um.
"Sie werden hier erwartet!" Sonja trat langsam ein und bemerkte noch wie Herr Pick hinterhuschte und das Tor hinter sich schloss. Damals fand sie in diesem Raum eine starke Lichtsäule in der Mitte, wo nun ein Tisch stand, um den sich zu Sonjas großer Überraschung die Toa versammelt hatten.
"Ah Sonja, da bist du ja endlich. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht." Genai ging langsam auf Sonja zu, war es denn schon später als sie gedacht hatte? Sie war wohl wirklich nicht ganz bei sich selbst, immer noch war sie recht schwach und nun, da sie fern vom Essen war viel ihr auf, dass sie einen starken Hunger hatte. Genai legte ihren Arm um Sonja und führte sie um den Tisch, sie stellte sich zwischen Lena und Gali, die beide auf die Karte blickten. "So Toa, da ihr nun alle versammelt seid, möchte ich euch blicken diese Karte zu betrachten!" Die Toa blickten auf die Karte, während Genai ihnen von der Mission erzählte auf welche er die drei Toa geschickt hatte, dann endlich zeigte er ihnen drei Punkte auf der Karte, einen Weißen, einen Roten und einen Grünen, die sich nicht weit weg vom Zielort ihrer Mission bewegten, an diesen Punkten waren die Toa. Leise legte Sonja ihren Finger vorsichtig auf Lewas Punkt um ihn etwas näher zu sein, doch er war ihr so Fern wie noch nie.
"General, wir sind gleich da." Sprach eine heisere Stimme durch einen kleinen Lautsprecher zu drei Leuten, die sich unter braunen Umhängen verdeckt hielten. Sie befanden sich in einen alten Frachtschiff, saßen auf leeren Holzkisten. Nie zuvor hatte ein Toa so einen alten Gleiter gesehen, doch nun waren drei in ihm drin.
"Ist OK!" Plötzlich erhalte Lewas Stimmte unter einen der Umhänge hervor. "Ich wünschte er würde mich nicht dauernd mit General anreden, dass ist lästig." Sprach er zu seinen beiden Begleitern.
"Du bist hier halt der Anführer Bruder." Sprach Takua lässig und nahm die Mütze seines Umhangs ab. "Ich versteh immer noch nicht warum wir uns tarnen müssen, diese Umhänge sind lästig." Er zupellte an seiner neuen Uniform, die ihm wohl gar nicht gefiel.
"Tarnung Bruder, wir sollen erstmal gucken was dort los ist, dabei können wir nun wirklich kein Aufsehen gebrauchen. Wir müssen auf den schnellsten Weg zum Führer dieser Kolonie. Graf Markus Flint, er soll nicht gerade der hellste sein, aber ein recht kräftiger und grober Mann. Er hat den Imperator um Hilfe gebeten, weigert sich aber zu ihn ins Lager zu kommen."
"Wieso eigentlich Lewa, weißt du da was drüber?" Lewa schüttelte den Kopf auf Tahus Frage und legte einige Papiere auf eine Holkiste, die er zuvor noch in der hand gehalten hat.
"Ich habe einige Informationen bekommen, doch darüber leider nichts. Man hat mir jedoch gesagt, dass vermutet wird, dass Flint die Macht genießt die er über seine kleine Gruppe hat, er soll nicht besser sein als Makuta, dennoch müssen wir für ihn kämpfen. Er soll ein Tyrann sein, so ein richtig mieses Stück Mensch, aber hat Genug Geld um Leute zu bezahlen, damit sie gegen die dunklen Mächte kämpfen, allerdings scheinen sie nicht wirklich gut zu sein, sonst wären wir wohl nicht hier." Lewas Erklärung wurde von einem lauten Knall und einen starken Rüttle unterbrochen.
"General, wir sind wenige Kilometer vom Lager gelandet, wir werden hier warten, viel Glück." Vor ihnen öffnete sich eine Luke und ein gedämpftes Licht drang ins innere des Schiffes ein. Langsam stiegen die Toa aus, doch wo waren sie hier gelandet, vor ihnen erstreckte sich eine Wüste, Steine, kleinere trockene Hügel und vertrocknete Büsche und Bäume erstreckten sich vor ihnen, der Himmel über ihnen war gefährlich rot gefärbt und dunkle Wolken hingen hoch über ihnen. Ein heißer und sandiger Wind blies den Toa die Mützen vom Kopf und sie mussten die Hände vor ihr Gesicht halten, damit der Sand ihnen nicht in ihre Augen blies.
"Wo müssen wir lang?" Fragte Tahu und musste dabei schreien, damit Lewa ihn überhaupt hören konnte. Mit Mühe zeigte Lewa nach Norden, ganz in der Ferne erkannten sie eine Art Turm. Sie gingen los, mit viel Mühe kämpften sie gegen den heißen Wind, der sie mit Sand peitschte und auf der Haut wie Feuer brannte. Niemand schien hier zu sein, sie kämpfen sich alleine durch endlosen Sand, kein Vogel flog über ihnen hinweg, keine Schlange, nicht Mal ein Insekt kroch über den sandigen Boden. Es war eine tote Umgebung, während sie immer wieder über hohe Sanddünen stiegen und sich durch den ewig wanderten Sand kämpfen verdunkelte sich der Himmel zusehnst, doch brachte die Dunkelheit keine Kühlung über die Würste, die Hitze blieb stehen und es war ein noch anstrengender Marsch, als die Toa es sich jemals hätten vorstellen können. Was war aus dem Planeten geworden? Wo waren sie hier? Während die hartnäckig Weitherzogen viel Lewa plötzlich ein, dass diese Umgebung sogar ein Ort sein könnte, den er einst kannte, doch er weigerte sich daran zu glauben, dass dieser Ort sein Bottrop hätte sein können. Nach mehreren Stunden, welche den Toa sehr viel Kraft gekostet hatte, erreichten sie endlich ein großes Tor, schnell zogen sie ihre Mützen auf und klopften an die großen Stahltore an.
"Wer da?" Die Toa guckten sich an, was sollten sie sagen? Dann entschloss Lewa das Wort zu ergreifen.
"Drei einsame Wanderer, die um Obdach bitten." Plötzlich gingen die großen Tore vor ihnen auf und vor ihnen erstreckte sich eine lange staubige Straße. Sie traten ein, gerade waren sie einige Schritte gegangen, da schlossen sich die Tore auch schon wieder und so erblickten sie zwei überaus starke Männer in dunklen, rostigen Rüstungen. Unauffällig gingen sie weiter, sie gingen an kleinen kaputten Hütten vorbei in denen unterernährte und in Lumpen gekleidete Menschen saßen, die mit großen Augen zu den Wanderern sahen.
"Was ist hier los Lewa?" Tahu blickte erschüttert zu Lewa rüber, doch er schüttelte nur den Kopf, auch wenn ihm die Menschen genauso leid taten, so war dies nicht ihre Mission, sie waren hier um dieses Dorf, so mies es auch aussah von der Dunkelheit zu befreien. Sie hatten Glück führte sie dieser Weg doch direkt zum großen Turm. Lewa hatte sofort den Verdacht, dass in ihm Flint saß, vor dem Tor standen zwei Wachen, sie sahen denen am Stadttor zum verwechseln ähnlich, große breite Typen in dessen Gesicht sich das fehlende Hirn widerspiegelte. Lewa trat mutig vor jene beiden.
"Wir erbitten um eintritt, wir haben wichtige Botschaft vom Imperator für Graf Flint." Die beiden Riesen guckten sich Gegenseitig so an, als wären sie nicht in der Lage diese doch recht einfache Aussage zu verarbeiten.
"Du äh, wir keinen rein lassen! Du verschwinden!" Stammelte einer von ihnen und fuchtelte vor Lewa mit einer rostigen und alten Lanze herum. Lewa wusste, dass viel geredete bei diesen Leuten keinen großen Erfolg zu haben schien. Mit der rechten Hand gab Lewa den anderen Toa hinter seinem Rücken ein Zeichen sich bereit zu halten und zog sich dann mit der anderen hand den Umhang vom Kopf und zog, ebenso wie Tahu und Takua sein Schwert. Die Menschen, die um ihnen standen flüchteten bei diesen Anblick und versteckten sich in ihren kleinen Hütten. Ehe die beiden Reagieren konnten machte Lewa mit zwei Schlägen aus der Lanze einen kleinen Haufen Stäbe auf dem Boden. Die beiden konnten sich wohl nicht anderes helfen, als einige Minuten Löcher in die Luft zu starren und rannten dann schließlich schnell weg.
"Nicht gerade die hellsten Burschen, lasst uns mal reingehen!" Die Toa traten in den Turm rein, es war nicht viel da drinnen zu finden, einen schwach beleuchteten Aufzug, der nach oben führte und einige leere Kisten. Die Toa traten in den Aufzug hinein, der sofort nach oben fuhr, oben angekommen konnten sie ein Gespräch zwischen zwei Personen hören, eine war dürr und lang und die andere breit und ebenso riesig wie die beiden Burschen, die unten standen, im Gegensatz zu denen konnte er sich allerdings richtig ausdrücken.
"Markus, wir müssen endlich was tun, wir werden alle sterben, wenn wir uns nicht dem Imperium anschließen. Der Imperator wird uns keine Hilfe senden, diese fürchterlichen Faulkrieger, wir können sie nicht mehr lange aufhalten, von deinen Kriegern sind auch nicht mehr so viele übrig." Sagte der lange drahtige Herr, der nach der Stimme schon recht alt sein musste.
"Vater, wir können jetzt nicht einfach aufgeben, wir haben uns entschlossen uns nicht dem Imperium anzuschließen und selbst unser Leben an der Oberwelt weiter zuführen. Glaubst du mir macht es Spaß mein Volk so zu erleben, sie vertrauen mir und meinen Schutz, aber ich weiß nicht wie lange ich ihn diesen Schutz noch bieten kann, die Angriffe der Faulkrieger, sie werden immer stärker, wir müssen einfach darauf vertrauen, dass uns der Imperator seine besten Krieger schickt."
"Du scheinst ihn sehr zu vertrauen, ich weiß, dass ihr beide zusammen viel durchgemacht habt, aber dies ist lange her, Markus, wir müssen jetzt was unternehmen bevor es zu spät ist." Lewa sah diese Gelegenheit als richtig an um auf sich aufmerksam zu machen in dem er und hinter ihm Tahu und Takua einige Schritte auf sie zugingen.
"Wer seid ihr?" Die zwei Typen drehten sich um, auch wenn Flint intelligenter aussah als die Krieger vor den Toren, so sah auch er etwas beschränkt aus, aber es schien nach seinem Gespräch so, als würde er sein Herz an der richtigen Stelle habe.
"Ich Grüße sie, Graf Flint im Namen unseres Imperators." Lewa versuchte ungewohnt höflich zu sein und verneigte sich vor Flint, Takua und Tahu sahen Lewa erstmal verwundert an, taten dann dennoch das Gleiche und verneigten sich.
"Mein Name ist General Lewa und dies sind Tahu und Takua, wir sind Toa und wurden vom Imperator geschickt um euch in eurer Schlacht zu unterstützen." Bedenklich musterten die beiden die drei Toa, als ob sie etwas anderes erwartet hätten, dennoch schienen sie sich über die Hilfe zu freuen.
"Wir kamen nicht umher ihre Unterhaltung mit anzuhören und sie erwähnten etwas wie Faulkrieger, was ist das?" Flint winkte die Toa zu einem offnen Fenster von dem sie auf die Wüste sahen.
"Guckt euch die Wüste an, kein Lebewesen kann dort länger als einen Tag überleben, es ist die Wüste des Todes sie hat schon Unmengen von Menschen verschlungen, sie hat sich von einem Tag auf den anderen gebildet. Mein Vater und ich mussten hier mit ansehen, wie sie unsere Leute verschlungen hat, Männer Frauen, Kinder, die Wüste kennt kein erbarmen, lange trauerten wir um die Toten, doch dann standen sie wieder auf, doch sie waren anders. Ihre blicke waren kalt und ihre Waffen waren stark, sie griffen die an, die überlebt hatten und das immer wieder, einfach furchtbar." Plötzlich hörten sie Geschrei von unten, das ganze Volk schien in Aufruhr zu sein.
"Toa, seid ihr bereit zu kämpfen, sie kommen!" Lewa blickte in die Ferne und sah, wie sich eine große Gruppe aus dem Sand ausgrub und langsam auf das Dorf Zugang.
"Los Toa!" Sagte Lewa nur, als sie auch schon im Aufzug standen und nach unten fuhren. Unten angekommen rannten sie auch schon los, direkt durch das kleine Dorf, vorbei an den Hütten, sie musste nun kämpfen. Als sie endlich am Tor angelangt waren warfen sie nun ihre braunen Umhänge ganz ab und machten sich mit gezogenen Schwert bereit. Als das Tor offen war sahen sie auch schon wie einige dieser riesenhaften Krieger den Kampf gegen die Faulkrieger angenommen hatte. Lewa, Tahu und Takua mischten natürlich sofort mit und schlugen einen Krieger nach den anderen nieder. Es waren unzählige Krieger, es gab kein Ende und dann sahen sie aus der Ferne noch andere Kreaturen auf sie zuschießen.
"Vorsichtig, dass ist ein Bohrok-Schwarm!" Schrie Tahu, als er sah wie sie anrollten und sich auf die Krieger stürzten.
"Lewa! Was ist das?" Lewa guckte nach oben wo Tahu hinzeigte, eine total schwarze Wolke stand über ihnen und dann schoss ein Blitz nieder, gewaltig, hell er blendete alle und als er weg war...
"Lewa! Wo ist er hin?" Sonja stürzte sich fast auf die Karte, als plötzlich die Punkte verschwanden, auch Gali und Kopaka zeigten ähnliche Reaktionen, sie suchten die Punkte auf der Karte, doch wo waren sie? Sie waren weg, sollte dies heißen, dass Lewa und die anderen gestorben sein? Konnte dies wirklich sein?
"Herr Pick, führen sie die Toa hier raus, los! Matau, komm her!" Befahl Genai mit entsetzen in der Stimme, als hätte er so eine Reaktion nicht erwartet. Schnell führte Herr Pick die Toa aus dem Saal raus und schloss die Tür vor ihnen. Sonja löste sich vom Rest der Gruppe und ging schnell nach draußen. Sie konnte es nicht glauben, war Lewa wirklich hier, vor ihren Augen gestorben. Lange saß sie unter einen Baum, in sich selbst versunken, sie hatte plötzlich alles um sich vergessen, nur für Lewa war noch Platz in ihren Gedanken.
"Hey Sonja, was ist los?" Mit rotem Gesicht blickte Sonja zu Lena auf, die ihren Arm um Sonjas Schulter gelegt hatte und nun neben ihr saß.
"Lewa, er ist tot!" Sie drückte sich an Lenas Brust und heulte laut los.
"Beruhig dich Sonja, Lewa ist nicht tot, ich spüre es." Doch konnten auch diese Worte Sonja nicht beruhigen.
"Du hast doch gesehen was los war, sie sind verschwunden, wie kannst du noch so ruhig bleiben, du hast deine beiden Brüder verloren." Doch Lena schüttelte nur den Kopf.
"Wenn Lewa tot wäre, dann hätte ich es gemerkt, zwischen ihm und mir existierte schon lange eine besondere Bindung. Früher hatte ich es nie gemerkt, doch dann als Takua mich entführt hatte, da hab ich erst gemerkt wie nah wir uns standen und als die Toa weg waren, er war der einzige den ich hatte und ich war wohl auch die einzige, welche für ihn da war, na ja wenigstens bis du kamst." Sonja hatte sich mittlerweile schon wieder etwas gefangen und sah Lena traurig an.
"Es tut mir leid, ich wollte nicht, dass eure Bindung etwas..." Doch ehe sie zu Ende reden konnte unterbrach Lena sie.
"Es ist gut, dass es so gekommen ist. Lewa braucht dich und besonders jetzt, aber glaub mir, du wirst Lewa wieder sehen, er ist nicht tot. Ich kann ihn spüren, ganz schwach, er ist weit weg, doch noch nicht so weit weg, als dass er nicht zurück kommen könnte." Sollte Sonja Lena glauben? Lebte Lewa noch oder waren er, Takua und Tahu wirklich tot und wenn sie noch lebten, wo waren sie dann jetzt?



RE: -- Lewa Episode 2: Angriff der Morph -- - Iruini - 18.03.2006

Zwei Tage waren vergangen seid Lewa, Tahu und Takua spurlos verschwunden waren. Keiner der Toa konnte sich dies erklären und kaum einer sprach in den vergangenen Tagen ein Wort, sie saßen fast ausschließlich auf ihren Zimmern, allein Lena, die immer noch fest in dem Glauben war, dass Lewa und die anderen noch Leben würden versuchte die Toa etwas aufzuheitern, doch vergebens, selbst Pohatu und Onua waren äußert lustlos. Keiner hatte mehr zu ihnen gesprochen, weder Genai noch Herr Pick und auch die Turaga weigerten sich ein Wort darüber zu verlieren. Sonja, die kurze Zeit von Lenas Worten ihren Kummer vergessen hatte steigerte sich nun immer tiefer in einen Bann aus Einsamkeit und Verlassenheit, sie verließ ihr Zimmer nicht mehr, kam nicht zu den Mahlzeiten und verlor ihre sonst so lustige und fröhliche Art. Wie jeden Morgen saß Sonja alleine in ihrem, nun viel zu großen, abgedunkelten Zimmer und guckte die orangene Decke an, als ob sie erwartete dort Lewa oder wenigstens ein Zeichen von ihm zu sehen. Sie wusste nicht wie spät es war, ob es noch Morgens war oder doch schon wieder Abends, jegliches Gefühl für Raum und Zeit hatte sie zusammen mit Lewa verloren, doch dann kam irgendwann leise Lena in das dunkle Zimmer herein.
"Lass mich alleine Lena." Forderte Sonja leise, während sie sich nicht die Mühe machte sich zu bewegen und Lena anzugucken, ganz im Gegenteil drehte sie sich weg um sie mit Absicht nicht zu betrachten. "Genai will uns sprechen. Wir sollen sofort alle kommen. Es sind schon alle da, komm Sonja, vielleicht haben sie Neuigkeiten über Lewa und die anderen herausgefunden." Ohne ein weiteres Wort zu sagen drehte sich Sonja um und Lena konnte direkt in ihr rotes Gesicht und in ihre gläsernen Augen gucken.
"Sonja was ist los?" Lena öffnete ihre Arme und wollte tröstend auf Sonja zu gehen, doch Sonja antwortete nicht, reagierte gar nicht darauf, sondern ging direkt an Lena vorbei, den langen Korridor entlang, direkt in den Frühstücksraum, indem auch schon die anderen Toa saßen. Gali und Kopaka hatten den selben Gesichtsausdruck im Gesicht wie Sonja, alleine Lena schien nicht geweint zu haben, da sie sich immer noch sicher war, dass Lewa und die anderen zurückkehren würden.
"Gut, du bist da Sonja." Sagte Genai mit sanfter Stimme und führte Sonja zu den anderen Toa. Jene saßen ganz stumm da und starrten Genai an, warteten darauf, dass er etwas sagen würde und trauten sich in dieser Situation nicht das Wort zu erheben. Sie bemerkten nicht einmal, dass auch die Turaga und Herr Pick im Raum standen.
"Da nun zwei Tage vergangen sind und wir immer noch kein Zeichen der Toa haben, müssen wir davon ausgehen, dass die Toa von uns gegangen sind. Der große Geist selbst hat sich auf die Suche begeben und hat auch noch kein Zeichen gegeben, dass seine Krieger irgendwo verweilen." Die Toa ließen ihre Köpfe sinken, alle hatten wohl erwartet etwas Positives zu hören, doch nun waren sie Spürbar noch entmutigter als zuvor.
"Ihr irrt euch, Lewa lebt!" Wütend sprang Lena von ihrem Platz auf und guckte Genai wütend in die Augen. "Ich spüre es, er lebt, er ist nicht tot und ich wette Tahu und Takua leben auch noch, wir müssen einfach intensiver Suchen!" Lena schritt ein Paar Schritte auf Genai zu, damit sie sich näher waren.
"Lena, es tut mir leid, aber wir haben alles getan, wir würden die spuren eines Matoraners finden wo immer er sich hier befindet. Es ist eindeutig, sie sind nicht hier auf diesen Planeten." Doch Lena schien sich damit nicht zufrieden zu geben.
"Dann sind sie vielleicht auf einen anderen Planeten oder in einer anderen Zeit, irgendwo sind sie, so glaubt mir doch." Lena wirkte für die anderen fast wahnsinnig, doch ihre Stimme war ernst und ausgesprochen ruhig für das, was sie gerade sagte.
"Das kann nicht sein, Makuta darf seine Kräfte den Strom der Zeit zu beeinflussen nicht verwenden, er hat es geschworen und selbst wenn er es vor hätte, er hat niemals genug Kraft um Gleichzeitig die Dunkelheit aufrecht zu erhalten und einen Zeitstrudel zu öffnen." Doch Lena überhörte ihn und drehte sich eilig von ihm weg, kurz darauf musterte sie begierig Herr Pick, der sich im Hintergrund versteckt hielt.
"Ist der Transporter schon zurück, der die Toa zu der Kolonie gebracht hat?" Herr Pick nickte leicht und sah ein starres Funkeln in Lenas Gesicht.
"Gut!" Sie drehte sich einmal im Kreis und guckte und den verblüfft rein blickenden Toa direkt in die Augen. "Wer von euch kommt mit? Ich werde Lewa und die Anderen suchen gehen und erst zurückkehren, wenn ich sie oder ihre Körper gefunden habe, egal wo sie sich befinden! Er ist mein Bruder, er hat mich immer beschützt, als Anführer der Toa hat er uns bunten Haufen zu einer Einheit geformt, die es durch Kraft und Mut sogar mit dem Herrn der Schatten aufnehmen kann. Nun, da er weg ist dürfen wir und nicht hängen lassen. Wir sind immer noch Toa, egal ob sie noch Leben oder schon Tot sind, wir müssen weitermachen." Genai ging erschrocken auf Lena zu.
"Das kannst du nicht tun!" Warf Genai hastig in den Raum. "Du bist nicht stark genug für so eine Reise, willst du genauso enden wie Lewa?" Doch dann blickte Lena ihn direkt in sein blass gewordenes Gesicht und er erkannte die gleiche Stärke, die er sonst immer bei Lewa gesehen hat.
"Ich habe einen Monat im Reich der Schatten überlebt, man hat mich gefoltert, ich musste sehen wie meine Eltern sterben, wie meine Brüder sich fast umgebracht haben, ich habe zuviel durchgemacht um jetzt zurück zu schrecken." Nun war ihre Stimme ganz ruhig und ernst, doch brach unter den Toa plötzlich ein leises Getuschel aus, als wären sie plötzlich aus ihrer Starre erwacht.
"Du bist wie deine Brüder." Sagte Genai mit einem leichten Lächeln im Gesicht, dann drehte er sich schnellem und ging auf die im Hintergrund stehenden Turaga zu, die auch gerade in ein leises Flüstern vertieft waren und den Toa immer wieder Blicke zuwarfen. Nach wenigen Minuten und leisem Getuschel zwischen den Turaga und Genai kam er wieder zu der Gruppe zurück und baute sich direkt vor Lena auf.
"Lena, du bekommst dein Schiff, du bist so stur wie deine Brüder und wir können dich eh nicht umstimmen. Wer wird dich denn begleiten?" Plötzlich trat Ruhe ein, Lena hatte schon erwartet, dass die anderen nicht sehr begeistert sein würden, vor allen jetzt wo ihr Anführer weg war und sie nicht einmal wussten was dort erwarten würde und was mit Lewa passiert war.
"Ich komme mit!" Sonja trat mit ernsten Gesicht nach vorne. "Selbst wenn ich das gleiche Schicksal wie Lewa erleiden sollte, währen wir dann doch wieder zusammen! Lewa hat mich immer beschützt und wenn Lena recht hat und Lewa in Gefahr ist, dann will ich ihn retten!"
"Ich komme auch mit, wir Toa müssen zusammenhalten und ich war schon einmal zusammen mit Lewa dem Tode nah, damals haben er und Takua mich gerettet, jetzt ist die Zeit gekommen, dass ich meine Schuld begleichen kann." Auch wenn Pohatu so tat, als ginge es ihm um Lewa, so merkten die anderen Toa doch stark, dass es ihm mehr darum ging bei Lena zu sein und sie zu beschützen. Gerade wollten sich auch noch Gali und Kopaka melden, doch wurden sie von Genai unterbrochen.
"Gut, die anderen Toa sollten hier bleiben, falls es zu einen Angriff kommen sollte dürfen wir die Menschen hier nicht ohne Schutz lassen. Jetzt wo Lewa weg ist kann ich mir durchaus vorstellen, dass Makuta denken wird, dass wir angreifbar geworden sind." Am Nachmittag schon war alles fertig zur Abreise und die Toa gingen gemeinsam nach unten, einige um die Verlorenen zu suchen und die Anderen um jene zu verabschieden. Doch würden sie es schaffen Lewa und die Anderen zu finden? Was war aus jenen eigentlich geworden? Wo waren sie? Gab es noch eine Chance sie zu finden? Sie wussten nicht was sie erwarten würde, ob sie noch eine Chance haben würden, doch haben sie neuen Mut in den Worten von Lena geschöpft und sie folgten ihr, folgten ihr in eine Welt, die vom Leben verlassen und vom Tod regiert wurde.



RE: -- Lewa Episode 2: Angriff der Morph -- - Iruini - 18.03.2006

Lewa, Tahu und Takua bekamen von all dem Nichts mit, sie wussten nicht einmal wo sie waren, doch waren sie weit weg, dass war ihnen klar, sehr weit weg, nicht einmal Lewas Detektor schien hier noch zu funktionieren. Langsam gewöhnten sich ihre Augen an die Dunkelheit und sie erkannten eine Grotte in der sie waren, ein langer, dunkler Gang bildete sich vor ihnen.
"Leute? Wo sind wir hier?" Tahu sah sich ein wenig um und stieß fast seinen Kopf an einen spitzen Stein, der von der Decke hing.
"Wenn ich das wüsste Tahu." Langsam gingen sie durch die dunkle Grotte und endlich erreichten sie eine Stelle, an der Licht in die Grotte drang.
"Ich glaube nicht, dass wir noch an dem gleichen Ort sind. Es ist viel feuchter hier, als in der Wüste." Doch dann sahen sie vor sich ein Tal, welches sich vor ihnen öffnete.
"Takua, ich glaube wir sind nicht einmal in der gleichen Zeit. Ich weiß nicht was passiert ist, aber ich glaube, dass Makuta uns in die Vergangenheit geschickt hat."
"Das ist unmöglich Lewa! Wie kommst du darauf?" Lewa hob seine Augenbrauen hoch und wies Tahu an nach links zu schauen, wo gerade gemütlich ein Brachiosaurus die Blätter eines gigantischen Baumes fraß.
"OK, schon gut." Sie ließen sich vor der Grotte auf einem großen Stein nieder. Wie sollten sie jemals wieder nach Hause kommen? Sie waren Millionen Jahre in die Zeit zurück gereist, in eine Zeit, die noch nicht von Menschen oder Matoranern bewohnt wurde, eine junge Zeit.
"Halten wir fest, wir wurden in diesen Strudel gesogen und dann sind wir hier gelandet, wenn wir jetzt Miteinbeziehen, dass Makuta mal der Herr der Zeit war und den Zeitfluss beliebig verändern kann, besteht stark die Möglichkeit," doch ehe er diesen Satz aussprechen konnte, wurde er auch schon von Takua unterbrochen, der sich ebenfalls an diesen Feststellungen beteiligen wollte.
"Kann nicht sein, Makuta hat mir eins erzählt, dass er einen Schwur leisten musste, dass er die Zeit nicht ausnutzt, außerdem sind solche Strudel sehr schwer zu bilden und kosten sehr viel Energie." Doch Lewa schüttelte nur den Kopf und sah Takua ratlos und fragend an.
"Hast du ne bessere Idee?" Doch Takua schob nur die Augenbrauen hoch, ihnen allen war klar, dass in der jetzigen Situation ein Schwur nichts mehr Wert war und Makuta alles tun würde um die Toa los zu werden.
"Sehen wir uns erstmal etwas um." Beschloss Lewa und erhob sich, sofort taten es ihm die anderen gleich und folgten ihm den kleinen Abhang hinunter direkt in einen riesigen Dschungel. Die Pflanzen waren gigantisch und sie kamen nur langsam voran, da sie sich mit ihren Schwertern erst Wege durch ein Dickicht aus Schlingpflanzen und Sümpfen bahnen mussten. Doch dann erreichten sie endlich eine große Lichtung, eine Graslandschaft lag vor ihnen und sie konnten endlich wieder die Sonne vor ihnen erkennen. Auf der Wiese graste friedlich eine große Herde Stegosaurus, welche die Toa zu ignorieren schienen.
"Am besten lassen wir sie in Ruhe und gehen außen herum." Sagte Tahu leise und keiner der Toa wagte es beim Anblick dieser riesigen Kreaturen zu widersprechen, doch dann wurde die Stille plötzlich von einem gigantischen Schrei unterbrochen und die Stegosauri fingen direkt an auf die Toa loszustürmen. Die Toa blickten der drohenden Gefahr ins Auge, würden sie hier stehen bleiben, dann würden sie sterben.
"Los, da rein!" Takua schuppste die anderen beiden in ein kleines Erdloch, gerade noch rechtzeitig konnten sie alle in Deckung gehen, als über ihre Köpfe hinweg riesige Körper hinweg trampelten. Doch als sie wieder aus dem Loch krochen kamen sie gleich in das nächste Falle, vor ihnen stand plötzlich ein fünf Meter großes Ungetüm, mit einen gigantischen Kiefer.
"Und nun?" Fragte Tahu leise ohne auch nur einen Blick von diesem Tier zu wenden.
"Lauft!" Schrie Lewa, als sie hastig losrannten und versuchten sich im Dickicht zu verstecken, doch die Bäume schienen für diesen Saurier kein Problem darzustellen, es brach die Bäume einfach mit seinem Kiefer zur Seite. Doch dann fanden sich die Toa plötzlich an einer Felswand wieder, sie konnten den Atem des Sauriers spüren, als urplötzlich ein schwarzer Blitz vom Himmel Herhabschoss und der Saurier vor ihnen zu Boden ging. Kurz nach dem Blitz verdunkelte sich der Himmel, er wurde Schwarz, wie in tiefster dunkelster Nacht und eine dunkle Lache erhallte an der Felswand wieder.
"Habe ich euch endlich da wo ich euch haben wollte Toa!" Ein gewaltiger Knall ertönte und vor ihn erschien ein übergroßer Matoraner und sie alle wussten, auch wenn sein Körper anders aussah, wen sie hier vor sich hatten. Er sah etwas anders aus, hatte nur wenige Narben auf seinen Körper und war auch noch nicht so verformt, außer der großen schwarzen Kanoi Maske, sah er fast aus wie ein normaler, übergroßer Matoraner.
"Makuta?" Schrieen alle drei Toa fast gleichzeitig, als er ein gewaltiges Schwert zog, aber auch die Toa zogen ihre Schwerter.
"Seid ihr nicht verwundert mich hier zu sehen? Die Zeit ist nur ein Spielzeug der Götter. Es war ein Kinderspiel euch hierher zu locken und euch einem ich mit weitaus mehr Kraft gegenüber zu stellen! Dies wird euer Ende und der beginn eines absolut dunklen Reiches sein!" Er lachte genau so böse wie er es auch in der Zukunft tat, auch wenn seine Stimme nicht annährend so heiser war wie in ihrer Zeit. Er holte mit seinem Schwert aus und schlug auf Lewa ein, mit einem knappen Hechtsprung schaffte er es dem Schwert auszuweichen.
"Das werden wir ja sehen!" Lewa hob sein Schwert in den Himmel. "Mystisches Update!" Hier schienen auch die Kräfte MataNuis noch reiner zu sein. Lewa konnte sofort auf eine höhere Ebene aufsteigen. Er zog seine Zwillingsschwerter und tat einen schnellen Schritt nach vorne, doch Makuta teleportiert sich einfach weg und Lewa stieß seine Schwerter ins Leere. Während dessen tauchte Makuta hinter ihm wieder auf verpasste ihn einen tritt, so dass Lewa zu Boden ging, ehe Tahu und Takua ihn hätten warnen konnten.
"Hast du etwa gedacht, dass es ein Toa mit mir aufnehmen kann? Dieser Ort wird als dein Grab in die Geschichte eingehen!"
"Nein wird es nicht!" Gerade wollte sich Makuta auf den am Boden liegenden Lewa konzentrieren, als er von Takua und Tahu abgelenkt wurde. "Los Takua, lass uns gemeinsam mit Lewa kämpfen!" Auch sie hoben ihre Schwerter nach oben, dem Himmel entgegen, gerade wollten sie ebenfalls Updaten, als ein Lichtblitz vor ihnen Niederging.
"Verdammt!" Ein weiterer Übergroßer Matoraner erschien vor ihnen, im Gegensatz zum schwarzen Makuta war dieser in weiß gekleidet und trug eine goldene Kanoi Maske, die ebenso aussah wie die von Takua, wenn er auf einer höheren Eben war.
"Bruder was hast du vor?" Makutas Augen glühten, als dieser Matoraner zu ihnen sprach. Er wich dennoch einige Schritte zurück. "Hier hat jemand meine Kraft benutzt, ich habe es gespürt, also was geht hier vor?"
"Kannst du dich nicht einmal aus meinen Angelegenheiten raushalten MataNui!" Doch dann war er plötzlich verschwunden, ebenso plötzlich wie er erschienen war. Während dessen guckten die Toa MataNui mit offenen Mündern und großen Augen an.
"Wer seid ihr?" Lewa erhob sich vom Boden und ging auf MataNui zu, um seiner Beeindruckung Ausdruck zu verleihen kniete er sich vor MataNui nieder und stieß seine Schwerter vor ihm in den Boden.
"Mein Name ist Lewa und dies sind Tahu und Takua, wir sind Toa und in deinen Diensten. Es ist eine lange Geschichte, bitte erlaubt mir sie euch zu erzählen, oh großer Geist!" MataNui blickte ihn ebenso an, wie die Toa ihn zuvor noch ansahen.
"Kommt erstmal mit!" Sagte MataNui laut und plötzlich schossen wurden sie in einen weißen Strom gesogen und erschienen in einer Halle wieder, die sie stark an den heiligen Tempel auf der Insel des heiligen Geistes erinnerte. Endlich kamen die Toa dazu MataNui von dem Geschehnissen zu erzählen. Sie berichteten ihn woher sie kamen, dass Makuta sie in der Zeit zurück geschickt und hier vernichten wollte, dass die Kraft von MataNui in der Zukunft fast aufgebraucht ist und von den anderen Toa,
"Das sieht Makuta wieder mal ähnlich mit unfairen Mitteln zu kämpfen! Ihr müsst wissen, mein Bruder, ich und Gali gälten als Hüter der Welt, Erde, Licht und Zeit, doch mein Bruder hatte sich schon immer mehr für das Element der Schatten interessiert, doch wie kann ich euch in eure Zeit zurückschicken?" Die Toa sahen sich lange an und warfen MataNui auch immer wieder Blicke zu, wenigstens wussten sie nun wo sie waren, sie waren in die Zeit soweit zurück gereist, dass sie nun noch in einer Zeit waren, wo MataNuis Körper noch nicht zerstört war. Doch dann tauchte plötzlich Makuta in der Halle auf, er hatte wohl neuen Mut geschöpft und traute sich nun sogar sich seinem Bruder entgegenzustellen.
"Makuta! Schicke diese Toa wieder in ihre Zeit zurück!" Doch Makuta lachte nur laut auf.
"Ich bin nicht so weit gekommen um nun aufzugeben!" Plötzlich tauchte ein Schatten über den jungen Makuta auf und verfestigte sich neben ihm, es war nun ein wesentlich älterer Makuta, er trug überall Narben und hatte den Körper eines Nidhiki, doch war er nur ein Schatten, die Toa konnten durch ihn durchblicken.
"Was bist du für eine Abscheulichkeit?" MataNui und die Toa zogen ihre Schwerter und gingen bereit jeder Zeit gegen die beiden Makuta zu kämpfen zu können.
"Wie erkennst du nicht mal deinen eigenen Bruder, Bruder?" Wieder folgte ein tiefes und dieses mal auf heiseres Lachen.
"Du bist eine Abscheulichkeit! Geh in deine Zeit zurück!"
"Oh, ich bin noch in meiner Zeit! Nur kann ich auch Gleichzeitig hier sein, ich will den Tot von Lewa nicht verpassen, los mein jüngeres ich, bring es zu Ende! Lewa, kannst auch gleich Aufgeben, während du nämlich hier bist werden deine Freunde in deiner Zeit sterben, die Falle, die ihnen gestellt habe wird jeden Moment zuschnappen." Das dunkle Lachen erhalte in der halle immer wieder und der Junge Makuta ging mit seinen Schwert auf Lewa los, doch Makuta warf sich dazwischen und wehrte den Schlag mit seinem Stab ab.
"Halt dich da raus Bruder, es ist unser Schicksal, die Toa müssen sterben!" Doch gerade als MataNui einen weiteren Schlag von Makuta abwehrte wurde die Halle plötzlich vom hellen Licht durchflutet.
"Verdammt!" Schrie der alte und heisere Makuta laut auf.
"Bruder! Wer hat dir erlaubt mit der Zeit zu spielen? Du hattest geschworen die zeit nie zu deinem Vorteil auszunutzen, ich werde Lewa mitnehmen!" Das helle Licht sprach zu Makuta und Lewa war sofort klar, dass dies der heilige Geist war.
"Wie bist du hierher gekommen Bruder?" Sprach Makuta sauer und zog sich ein Stück zurück.
"Du hast Lücken in der Zeit gelassen Bruder und nun setzen wir den ganzen ein Ende." Die Halle wurde vom hellen Licht durchflutet.
"Dann nimm sie, für drei Toa bist du trotzdem zu spät dran, sie werden sterben ehe ihr da seid!" Worauf beide Makuta plötzlich verschwanden. Gerade bildete sich auch um die Toa ein Lichtkreis, als MataNui plötzlich von seinem jüngeren Ich unterbrochen wurde.
"Wartet!" Er zog etwas aus seiner Tasche, es sah wie ein Kristall aus, kurz Atmete er etwas in den Kristall rein und gab ihn dann Lewa. "Zerschmettere ihn in eurer Zeit, dass Licht wird seinen Weg in die Herzen der Toa findet." Doch Lewa war Vorsichtig.
"Oh MataNui, ich danke für diese Gabe, aber wird das Licht nicht in dieser Zeit gebraucht?" Doch MataNui schüttelte nur den Kopf. "Alles ist Bestimmung, währe dieses Licht schlecht in eurem Besitz, hätten ihr bereits in einer anderen Zukunft gelebt, es war eure Bestimmung dieses zu erhalten." Doch dann erhob auch der große Geist seine Stimme.
"Es folgt alles seinem geplanten Weg, ich wusste wo ihr wart, doch fand ich keinen Weg zu euch, nur müssen wir uns jetzt beeilen um zu retten was euch Lieb ist." Nun wurden die Toa wieder von einem Kreis aus Licht umringt, welche so Hell wurde, dass sie plötzlich nichts mehr um sich sahen, doch würden sie Rechtzeitig wieder in ihrer Zeit sein um zu verhindern, was sie verhindern mussten, doch schöpften die drei Toa neuen Mut aus dem Kristall von MataNui, welchen sie in ihren Händen hielten.